Kriegskinder aus verbotenen BeziehungenStigma und verzagtes Schweigen

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Eine Gruppe Kinder spielt in den Trümmern einer zerstörten deutschen Stadt. Das undatierte Bild stammt aus den Vierzigerjahren.
Eine Gruppe Kinder spielt in den Trümmern einer zerstörten deutschen Stadt. Das undatierte Bild stammt aus den Vierzigerjahren. dpa

Die Schicksale „unerwünschter“ Kriegskinder wurden in Deutschland lange verdrängt. Erst spät sprechen nun endlich viele über ihr Leben und ihre Traumata. Ein Buch und ein Ausstellungskatalog geben ihnen eine Stimme.

Rezension von Ludger Heid

Kriegskinder, Kinder, die aus „verbotenen“ Kontakten ihrer Mütter mit dem „Feind“ zwischen 1939 und 1945 stammen, waren bislang historiografisch ein eher vernachlässigtes Thema. Die Publizistin Monika Dittombée hat darüber ein berührendes Buch vorgelegt, das die Lebensschicksale von mehr als 200 000 Kindern, deren Väter Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter oder Soldaten der alliierten Besatzungstruppen waren, nachzeichnet. Auch eine Ausstellung in Niedersachsen widmet sich derzeit diesem Thema, der zugehörige Katalog zeigt wie das Buch: Es geht hier um eine vom Nationalsozialismus überschattete deutsche Geschichte, die bis in die Gegenwart ragt.

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