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Krieg in Syrien:Geopferte Töchter

Die 18-jährige Syrerin Amina wurde von ihren Eltern vor drei Jahren an einen libanesischen Mann verheiratet. Heute zieht sie von Zeltlager zu Zeltlager, um andere Familien vor einer Kinderheirat zu warnen.

(Foto: Erol Gurian)

Viele Flüchtlingsmädchen aus Syrien werden zwangsverheiratet, weil ihre Eltern keine andere Chance auf eine bessere Zukunft sehen. Was folgt, sind Gewalt und Missbrauch. Eine Erkundung in den Zeltstädten Libanons.

Von Dunja Ramadan, Bar Elias

"Macht, was ihr für richtig haltet", diese Worte raunte sie damals ihren Eltern zu, als der Bräutigam in spe um ihre Hand anhielt. Heute bereut sie den Satz. Amina, 18 Jahre alt, zieht eine Nadel aus ihrem Kopftuch, sticht Löcher in die Alufolie, die den Tabakkopf der Wasserpfeife umschließt. Sie legt heiße Kohle darauf, nimmt einen tiefen Zug: In der Öffentlichkeit rauchen darf sie nur, weil sie geschieden ist. Geheiratet hatte Amina mit 15, die Ehe dauerte drei Monate, zuvor war sie drei Wochen verlobt. Drei sei ihre Unglückszahl, sagt sie.

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