Krieg in Syrien Anzahl syrischer Flüchtlinge seit Juni verdreifacht

Die Zahl der syrischen Kriegsflüchtlinge in den Nachbarstaaten hat sich Angaben der Vereinten Nationen (UN) zufolge innerhalb eines Vierteljahres mehr als verdreifacht.

Die Zahl der syrischen Kriegsflüchtlinge in den Nachbarstaaten hat sich Angaben der Vereinten Nationen (UN) zufolge innerhalb eines Vierteljahres mehr als verdreifacht.

In Jordanien, der Türkei, im Libanon und im Irak würden inzwischen mehr als 311.000 Syrer versorgt. Ende Juni seien es etwa 100.000 gewesen. Das teilte das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) mit. Die anhaltend starke Zunahme der Flüchtlingszahlen unterstreiche, wie dringend zusätzliche Mittel für die Versorgung benötigt würden, sagte UNHCR-Sprecher Adrian Edwards.

Die UN-Organisation hatte vorige Woche neue Berechnungen zur Flüchtlingshilfe veröffentlicht. Danach brauchen Syriens Nachbarstaaten bis Jahresende rund 488 Millionen US-Dollar. Das UNHCR geht davon aus, dass bis dahin mindestens 710.000 syrische Flüchtlinge im Ausland auf Nothilfe angewiesen sein werden.

Die Aufnahmeländer müssten stärker von anderen Staaten unterstützt werden, erklärte Edwards. "Vielen Flüchtlingen und den Gemeinden, die sie aufgenommen haben, gehen inzwischen die Mittel aus." Die Lage verschärfe sich mit dem näher rückenden Winter. "Wir befinden uns in einem Wettlauf gegen die Zeit."