Dieser Liveblog ist archiviert und wird nicht mehr aktualisiert. Die aktuelle Berichterstattung finden Sie auf unserer Themenseite zum Krieg in der Ukraine.
Wichtige Updates
Russland greift laut Ukraine mit Hyperschallraketen an
Selenskij: Wichtiges Telefonat mit US-Vertretern
Selenskij am Montag zu Beratungen in London
IAEA: Umfassende Sanierung der Tschernobyl-Hülle nötig
US-Regierung: Russland für Erfolg der Verhandlungen über Friedensabkommen verantwortlich
Linus Freymark

Russland: Neue US-Sicherheitsstrategie "positiver Schritt" für Beziehungen zu USA
Russland lobt die neue Sicherheitsstrategie der USA als großen Fortschritt für die gegenseitigen Beziehungen. "Die Änderung der nationalen Sicherheitsstrategie der USA durch die Regierung von Präsident Donald Trump, in der Russland nicht mehr als direkte Bedrohung erwähnt wird, ist ein positiver Schritt", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Die Botschaft der Trump-Regierung für die russisch-amerikanischen Beziehungen unterscheide sich von den Ansätzen früherer Regierungen. Der Kreml werde die aktualisierte US-Strategie genau prüfen.
Vor wenigen Tagen hatte das Weiße Haus seine neue Sicherheitsstrategie veröffentlicht. Obwohl die US-Regierung in dem Dokument ein Ende des Krieges in der Ukraine als zentrales Interesse bezeichnet, finden sich kaum kritische Worte für Russland. Ein Ende der Feindseligkeiten sei notwendig, "um die europäischen Volkswirtschaften zu stabilisieren und eine unbeabsichtigte Eskalation oder Ausweitung des Kriegs zu verhindern". Mit Russland müsse eine "strategische Stabilität" hergestellt werden.
Demgegenüber beklagen die USA in der Strategie einen Verlust der Demokratie und Meinungsfreiheit in Europa und fordern eine Kurskorrektur. Zu Europas Problemen zählen nach Ansicht der US-Regierung unter anderem die Einwanderungspolitik, die "Zensur der freien Meinungsäußerung und die Unterdrückung der politischen Opposition, abstürzende Geburtenraten sowie der Verlust nationaler Identitäten und des Selbstvertrauens".
Aus europäischen Staaten kam an der neuen Strategie umgehend scharfe Kritik. Bundesaußenminister Johann Wadephul sagte zu den kritischen Äußerungen zur Meinungsfreiheit, er glaube "nicht, dass irgendjemand uns dazu Ratschläge geben muss".
Vor wenigen Tagen hatte das Weiße Haus seine neue Sicherheitsstrategie veröffentlicht. Obwohl die US-Regierung in dem Dokument ein Ende des Krieges in der Ukraine als zentrales Interesse bezeichnet, finden sich kaum kritische Worte für Russland. Ein Ende der Feindseligkeiten sei notwendig, "um die europäischen Volkswirtschaften zu stabilisieren und eine unbeabsichtigte Eskalation oder Ausweitung des Kriegs zu verhindern". Mit Russland müsse eine "strategische Stabilität" hergestellt werden.
Demgegenüber beklagen die USA in der Strategie einen Verlust der Demokratie und Meinungsfreiheit in Europa und fordern eine Kurskorrektur. Zu Europas Problemen zählen nach Ansicht der US-Regierung unter anderem die Einwanderungspolitik, die "Zensur der freien Meinungsäußerung und die Unterdrückung der politischen Opposition, abstürzende Geburtenraten sowie der Verlust nationaler Identitäten und des Selbstvertrauens".
Aus europäischen Staaten kam an der neuen Strategie umgehend scharfe Kritik. Bundesaußenminister Johann Wadephul sagte zu den kritischen Äußerungen zur Meinungsfreiheit, er glaube "nicht, dass irgendjemand uns dazu Ratschläge geben muss".
Linus Freymark

Russland greift laut Ukraine mit Hyperschallraketen an
Ungeachtet der Gespräche über eine Friedenslösung hat Russland die Ukraine auch in der Nacht zu Sonntag mit massiven Angriffen aus der Luft überzogen. Die zentralukrainische Großstadt Krementschuk in der Region Poltawa wurde laut Angaben der ukrainischen Luftwaffe von Dutzenden Drohnen und Hyperschallraketen vom Typ Kinschal attackiert, wie unter anderem die Nachrichtenagentur RBK-Ukraine meldete.
In der Stadt seien Explosionen zu hören gewesen. Einwohner berichteten von Unterbrechungen bei der Strom- und Heizungsversorgung. Über Opfer und das Ausmaß der Schäden gab es zunächst keine Angaben. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben zunächst nicht.
Bereits in der Nacht auf Samstag hatte ein massiver russischer Luftangriff erneut das Energienetz der Ukraine getroffen. In mehreren Regionen wurden Verletzte und Notabschaltungen des Stroms gemeldet. Ausgehend von der Zählung des US-Instituts CSIS dürfte es mit 653 Drohnen und 51 Raketen und Marschflugkörpern der bislang drittschwerste Luftangriff des Kriegs gewesen sein.
In der Stadt seien Explosionen zu hören gewesen. Einwohner berichteten von Unterbrechungen bei der Strom- und Heizungsversorgung. Über Opfer und das Ausmaß der Schäden gab es zunächst keine Angaben. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben zunächst nicht.
Bereits in der Nacht auf Samstag hatte ein massiver russischer Luftangriff erneut das Energienetz der Ukraine getroffen. In mehreren Regionen wurden Verletzte und Notabschaltungen des Stroms gemeldet. Ausgehend von der Zählung des US-Instituts CSIS dürfte es mit 653 Drohnen und 51 Raketen und Marschflugkörpern der bislang drittschwerste Luftangriff des Kriegs gewesen sein.
Nadja Tausche
Bis zu 16 Stunden Stromsperre für Menschen in der Ukraine
Nach dem massiven russischen Luftangriff in der Nacht auf Samstag müssen in der Ukraine Reparaturen am Energienetz durchgeführt werden. Diese werden laut dem Versorger Ukrenerho mehrere Wochen dauern. „Die Lage ist ziemlich schwierig. Wir sprechen tatsächlich nicht über Tage, sondern über Wochen, die eine Wiederherstellung braucht“, sagte der Chef des Staatsunternehmens, Witalij Sajtschenko, im ukrainischen Fernsehen. Für die Menschen bedeute dies, dass die Stromsperren statt 4 bis 8 Stunden nun 12 bis 16 Stunden dauerten. Dies betreffe die meisten Landesteile, sagte Sajtschenko. Die Abschaltungen bedeuten meistens auch, dass es in den Wohnungen kein Wasser gibt.
In der Nacht auf Samstag hatte ein massiver Luftangriff erneut das Energienetz der Ukraine getroffen. Ausgehend von der Zählung des US-Instituts CSIS dürfte es mit 653 Drohnen und 51 Raketen und Marschflugkörpern der bislang drittschwerste Luftangriff des Kriegs gewesen sein.
In der Nacht auf Samstag hatte ein massiver Luftangriff erneut das Energienetz der Ukraine getroffen. Ausgehend von der Zählung des US-Instituts CSIS dürfte es mit 653 Drohnen und 51 Raketen und Marschflugkörpern der bislang drittschwerste Luftangriff des Kriegs gewesen sein.
Nadja Tausche
Selenskij: Wichtiges Telefonat mit US-Vertretern
Der ukrainische Präsident hat nach eigenen Angaben telefonisch mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner über den Stand des Friedensplans für sein Land beraten. Auch die ukrainischen Vertreter Rustem Umjerow und Andrij Hnatow seien beteiligt gewesen, teilte Wolodimir Selenskij auf X mit. Die Ukrainer haben seit Donnerstag in Florida mit den Amerikanern verhandelt. „Wir (...) sind Eckpunkte durchgegangen, die ein Ende des Blutvergießens sicherstellen können und die Gefahr einer neuen russischen Invasion eliminieren und das Risiko, dass Russland seine Versprechen nicht einhält, wie es in der Vergangenheit mehrmals passiert ist“, so Selenskij. Dies klingt nach Sicherheitsgarantien - Details nannte er aber nicht. Die Ukraine werde weiter vertrauensvoll mit der US-Seite kooperieren, die ernsthaft einen Frieden zu erreichen versuche, erklärte der ukrainische Staatschef. Er dankte US-Präsident Donald Trump für dessen Engagement.
Witkoff und das US-Außenministerium hatten am Freitagabend (US-Ortszeit) mitgeteilt, dass sich die USA und die Ukraine über den Rahmen einer künftigen Sicherheitsstruktur und Fähigkeiten zur Abschreckung einig seien. Ein Ende des Krieges hänge vor allem davon ab, ob Moskau ein „ernsthaftes Engagement für einen langfristigen Frieden“ zeige.
Witkoff und das US-Außenministerium hatten am Freitagabend (US-Ortszeit) mitgeteilt, dass sich die USA und die Ukraine über den Rahmen einer künftigen Sicherheitsstruktur und Fähigkeiten zur Abschreckung einig seien. Ein Ende des Krieges hänge vor allem davon ab, ob Moskau ein „ernsthaftes Engagement für einen langfristigen Frieden“ zeige.
Nadja Tausche
Selenskij am Montag zu Beratungen in London
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij wird am Montag in London erwartet, um mit dem britischen Premierminister Keir Starmer über das weitere Vorgehen im Ukraine-Krieg zu beraten. Thema soll der Stand der Verhandlungen über einen Friedensplan sein, wie die Nachrichtenagentur PA berichtet. Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wird an dem Treffen teilnehmen, wie er auf X ankündigte. Dort teilte Macron mit: „Die Ukraine kann auf unsere unerschütterliche Unterstützung zählen.“ Man werde die Bemühungen fortsetzen, um der Ukraine Sicherheitsgarantien zu geben, ohne diese könne es keinen robusten und dauerhaften Frieden geben. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz wird an dem Treffen teilnehmen, wie Regierungssprecher Stefan Kornelius bestätigte.
Die USA und die Ukraine haben ihre Gespräche über eine Lösung im Ukraine-Krieg an diesem Samstag fortgesetzt. Sie hatten am Donnerstag im US-Bundesstaat Florida begonnen. Beide Seiten sind sich US-Angaben zufolge einig, dass ein Ende des Kriegs von Russlands Bereitschaft zu Frieden abhängt.
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, hatten am Dienstag in Moskau mit Kremlchef Wladimir Putin gesprochen und die US-Vorschläge für ein Kriegsende vorgestellt.
Die USA und die Ukraine haben ihre Gespräche über eine Lösung im Ukraine-Krieg an diesem Samstag fortgesetzt. Sie hatten am Donnerstag im US-Bundesstaat Florida begonnen. Beide Seiten sind sich US-Angaben zufolge einig, dass ein Ende des Kriegs von Russlands Bereitschaft zu Frieden abhängt.
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, hatten am Dienstag in Moskau mit Kremlchef Wladimir Putin gesprochen und die US-Vorschläge für ein Kriegsende vorgestellt.
Nadja Lissok
IAEA: Umfassende Sanierung der Tschernobyl-Hülle nötig
Im Februar ist eine Drohne im havarierten Kraftwerk Tschernobyl eingeschlagen. Nun gibt es eine neue Sicherheitsbewertung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zu dem Vorfall. Sie empfiehlt zeitnah eine umfassende Sanierung der Schutzhülle, die den zerstörten vierten Reaktor des Kernkraftwerks abdeckt. Es seien nach dem Drohneneinschlag begrenzte vorläufige Reparaturen ausgeführt worden, eine umfassende Wiederherstellung sei aber nötig, sagte IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi einer Mitteilung zufolge. Nur so sei eine langfristige nukleare Sicherheit gewährleistet.
Die jüngste Sicherheitsbewertung eines IAEA-Teams ergab, dass die Hülle nach dem Vorfall ihre primären Schutzfunktionen verloren hatte. Das schließe auch ihre Eindämmungsfähigkeit ein. Die Behörde empfehle Maßnahmen zur Kontrolle der Feuchtigkeit, ein aktualisiertes Programm zur Korrosionsüberwachung und eine Verbesserung des automatischen Überwachungssystems für den Sarkophag. Dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij zufolge hat eine russische Drohne die Schutzhülle des vor fast 40 Jahren havarierten Atomkraftwerks Tschernobyl im Februar 2025 beschädigt. Erhöhte Strahlenwerte wurden danach nicht gemeldet. Der Kreml hatte einen russischen Angriff auf das AKW Tschernobyl dementiert.
Die jüngste Sicherheitsbewertung eines IAEA-Teams ergab, dass die Hülle nach dem Vorfall ihre primären Schutzfunktionen verloren hatte. Das schließe auch ihre Eindämmungsfähigkeit ein. Die Behörde empfehle Maßnahmen zur Kontrolle der Feuchtigkeit, ein aktualisiertes Programm zur Korrosionsüberwachung und eine Verbesserung des automatischen Überwachungssystems für den Sarkophag. Dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij zufolge hat eine russische Drohne die Schutzhülle des vor fast 40 Jahren havarierten Atomkraftwerks Tschernobyl im Februar 2025 beschädigt. Erhöhte Strahlenwerte wurden danach nicht gemeldet. Der Kreml hatte einen russischen Angriff auf das AKW Tschernobyl dementiert.
Auf diesem vom ukrainischen Katastrophenschutz zur Verfügung gestellten Foto aus dem Februar ist der beschädigte Sarkophag von innen zu sehen. dpa
Saimah Jiwa
Russland: Ukrainische Drohnenangriffe auf Regionen Rjasan und Woronesch
Russland meldet ukrainische Drohnenangriffe auf die Regionen Rjasan und Woronesch. Dabei habe es Schäden, jedoch keine Verletzten gegeben, teilen die örtlichen Behörden mit. In der zentralwestlichen Region Rjasan sei durch den Angriff ein Brand auf dem Dach eines mehrstöckigen Wohnhauses ausgelöst worden. Zudem seien Trümmerteile von Drohnen auf das Gelände einer Industrieanlage gestürzt, erklärt Regionalgouverneur Pawel Malkow. Um welche Anlage es sich handelte, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Die Ukraine hatte bereits mehrfach eine dortige Raffinerie ins Visier genommen. In der südwestlichen Region Woronesch wurden nach Angaben von Gouverneur Alexander Gussew eine Tankstelle, eine Schule und mehrere Wohnhäuser beschädigt. Das russische Verteidigungsministerium teilt mit, die Luftabwehr habe in der Nacht 116 ukrainische Drohnen abgeschossen.
Saimah Jiwa
Erneute russische Drohnenangriffe auf ukrainische Infrastruktur
Russische Drohnen- und Raketenangriffe haben in der Nacht nach Angaben aus Kiew die Energie-Infrastruktur in acht ukrainischen Regionen getroffen. Dabei sei es zu Stromausfällen gekommen, teilt das ukrainische Energieministerium auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Eisenbahnknotenpunkt in der Nähe von Kiew seien in der Nacht ein Depot und mehrere Waggons beschädigt worden. Wegen der Schäden seien mehrere Vorortzüge in der Nähe der Hauptstadt und der Stadt Tschernihiw im Nordosten des Landes ausgefallen, teilt die staatliche ukrainische Bahngesellschaft Ukrsalisnyzja mit. Rettungsdienste berichten von einem Brand und Zerstörungen auf dem Bahnhofsgelände in der Stadt Fastiw. Verletzte wurden nicht gemeldet.
Dem ukrainischen Militär zufolge setzte Russland bei den nächtlichen Angriffen 653 Drohnen und 51 Raketen ein. 585 Drohnen und 30 Raketen seien von der Luftabwehr abgeschossen worden. Russland hat in den vergangenen Wochen seine Angriffe auf die Energieversorgung und die Verkehrsinfrastruktur in der Ukraine verstärkt.
Dem ukrainischen Militär zufolge setzte Russland bei den nächtlichen Angriffen 653 Drohnen und 51 Raketen ein. 585 Drohnen und 30 Raketen seien von der Luftabwehr abgeschossen worden. Russland hat in den vergangenen Wochen seine Angriffe auf die Energieversorgung und die Verkehrsinfrastruktur in der Ukraine verstärkt.
Linus Freymark

US-Regierung: Russland für Erfolg der Verhandlungen über Friedensabkommen verantwortlich
Die USA und die Ukraine sind sich nach US-Angaben einig, dass ein Ende des Ukraine-Krieges von Russlands Bereitschaft zu Frieden abhängt. „Echte Fortschritte hin zu einer Einigung" beruhten darauf, ob der Kreml "ernsthaftes Engagement für einen langfristigen Frieden" zeige, teilten der Sondergesandte Steve Witkoff auf der Plattform X und das US-Außenministerium nach einem Gespräch mit einer ukrainischen Delegation mit.
Dazu zählten auch "Schritte zur Deeskalation und zur Beendigung der Kampfhandlungen". Die USA und die Ukraine wollen nach Angaben Witkoffs an diesem Samstag ihre Gespräche über einen Weg zur Beendigung des Krieges fortsetzen.
Seit zwei Tagen dauern die Gespräche im US-Bundesstaat Florida an – dabei hätten sich die Vertreter der Vereinigten Staaten und der Ukraine auf „Eckpunkte bei Sicherheitsvereinbarungen“ und „notwendige Abschreckungsmittel zur Sicherung eines dauerhaften Friedens“ geeinigt, hieß es weiter.
Details zu den Sicherheitsvereinbarungen wurden nicht genannt. Vermieden wurde auch das Wort Sicherheitsgarantien. Die Ukraine und ihre Verbündeten verlangen diese immer wieder, um einen möglichen Frieden dauerhaft abzusichern und künftige Aggressionen Russlands zu verhindern.
Dazu zählten auch "Schritte zur Deeskalation und zur Beendigung der Kampfhandlungen". Die USA und die Ukraine wollen nach Angaben Witkoffs an diesem Samstag ihre Gespräche über einen Weg zur Beendigung des Krieges fortsetzen.
Seit zwei Tagen dauern die Gespräche im US-Bundesstaat Florida an – dabei hätten sich die Vertreter der Vereinigten Staaten und der Ukraine auf „Eckpunkte bei Sicherheitsvereinbarungen“ und „notwendige Abschreckungsmittel zur Sicherung eines dauerhaften Friedens“ geeinigt, hieß es weiter.
Details zu den Sicherheitsvereinbarungen wurden nicht genannt. Vermieden wurde auch das Wort Sicherheitsgarantien. Die Ukraine und ihre Verbündeten verlangen diese immer wieder, um einen möglichen Frieden dauerhaft abzusichern und künftige Aggressionen Russlands zu verhindern.
Christoph Heinlein

Vorerst keine Einigung zu russischem Vermögen – Lösung soll bis 18. Dezember gefunden werden
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat dem belgischen Ministerpräsidenten Bart de Wever bei einem Treffen in Brüssel erneut eine gleichmäßige Risikoverteilung bei einer Nutzung des eingefrorenen russischen Vermögens für die Ukraine versprochen. „Die besondere Betroffenheit Belgiens in der Frage einer Nutzbarmachung der eingefrorenen russischen Vermögenswerte ist unbestreitbar und muss in jeder denkbaren Lösung so adressiert werden, dass alle europäischen Staaten dasselbe Risiko tragen“, sagte Merz nach Angaben von Regierungssprecher Stefan Kornelius nach dem Gespräch. An diesem hatte auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen teilgenommen. Merz und von der Leyen versuchen seit Wochen, De Wever davon zu überzeugen, seinen Widerstand gegen einen Plan zur Nutzung von eingefrorenen Geldern der russischen Zentralbank für die Ukraine aufzugeben.
Die drei seien sich einig gewesen, dass in der aktuellen geopolitischen Lage die Zeit dränge, hieß es. Sie hätten festgestellt, dass die finanzielle Unterstützung der Ukraine von zentraler Bedeutung für die Sicherheit Europas sei. Merz, De Wever und von der Leyen vereinbarten nach Angaben des Regierungssprechers, ihren Austausch mit dem Ziel fortzusetzen, bis zum Europäischen Rat am 18. Dezember eine einvernehmliche Lösung zu finden.
Die drei seien sich einig gewesen, dass in der aktuellen geopolitischen Lage die Zeit dränge, hieß es. Sie hätten festgestellt, dass die finanzielle Unterstützung der Ukraine von zentraler Bedeutung für die Sicherheit Europas sei. Merz, De Wever und von der Leyen vereinbarten nach Angaben des Regierungssprechers, ihren Austausch mit dem Ziel fortzusetzen, bis zum Europäischen Rat am 18. Dezember eine einvernehmliche Lösung zu finden.
Christoph Heinlein

Selenskij entlässt Jermak auch aus Sicherheitsrat
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat seinen entlassenen Stabschef Andrij Jermak auch von anderen Posten entbunden. Die Präsidentenverwaltung in Kiew veröffentlichte zwei Erlasse. Demnach ist Jermak nicht mehr Mitglied im Nationalen Sicherheitsrat und in der sogenannten Stawka, der militärisch-politischen Kommandozentrale Selenskijs. Beiden Gremien hatte Jermak als Leiter des Präsidialamtes angehört. Der engste Vertraute des ukrainischen Staatschefs hatte vergangene Woche zurücktreten müssen, nachdem Korruptionsermittler Hausdurchsuchungen bei ihm durchgeführt hatten.
Christoph Heinlein

Selenskij dankt Trump für Hilfe bei Rückkehr von Kindern aus Russland
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij dankt US-Präsident Donald Trump für die Hilfe bei der Rückkehr von sieben ukrainischen Kindern aus Russland. Tausende weitere Kinder müssten jedoch noch zurückgeholt werden, schreibt Selenskij auf der Online-Plattform X. Man zähle auf breite internationale Unterstützung, um dies zu ermöglichen. Die Ukraine wirft Russland vor, seit Kriegsbeginn Zehntausende Kinder verschleppt zu haben. Russland erklärt hingegen, es habe gefährdete Kinder aus dem Kampfgebiet in Sicherheit gebracht.
Saimah Jiwa
Putin und Modi wollen Handelsbeziehungen ihrer Länder ausbauen
Indien und Russland wollen ihre Handelsbeziehungen über Öl- und Rüstungsgeschäfte hinaus deutlich ausbauen. Beide Seiten hätten sich auf ein wirtschaftliches Kooperationsprogramm bis 2030 geeinigt, sagte der indische Premierminister Narendra Modi nach Gesprächen mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Neu-Delhi. Er äußerte die Hoffnung, dadurch könnten Handel und Investitionen breiter aufgestellt werden. Indien und Russland streben an, das bilaterale Handelsvolumen bis zum Jahr 2030 auf 100 Milliarden US-Dollar (etwa 85,8 Milliarden Euro) zu steigern.
Beide Länder arbeiten laut Modi zudem daran, ein Freihandelsabkommen der von Moskau angeführten Eurasischen Wirtschaftsunion mit Indien abzuschließen. Putin sieht die Union, die auch Armenien, Belarus, Kasachstan und Kirgisistan umfasst, als wirksames Mittel gegen westliche Sanktionen. Russland ist wegen seines Angriffskriegs gegen die Ukraine wirtschaftlichen Sanktionen des Westens unterworfen. Indien verhält sich mit Blick auf den Konflikt bisher pragmatisch. Das Land pflegt weiterhin sowohl gute Beziehungen zu Moskau als auch zum Westen.
Indien deckt seinen Rohöl-Bedarf zum größten Teil mit russischen Importen. Auch bezieht das Land einen Großteil seiner militärischen Ausrüstung aus Russland. Mit den Einnahmen aus dem Verkauf des Öls finanziert Russland auch den Krieg, dessen Beendigung Modi gefordert hat. Der Kremlchef war am Tag zuvor am Donnerstag zu einem zweitägigen Staatsbesuch in Neu-Delhi eingetroffen. Es war Putins erster Besuch im bevölkerungsreichsten Land der Erde seit der russischen Invasion in die Ukraine vor mehr als dreieinhalb Jahren.
Beide Länder arbeiten laut Modi zudem daran, ein Freihandelsabkommen der von Moskau angeführten Eurasischen Wirtschaftsunion mit Indien abzuschließen. Putin sieht die Union, die auch Armenien, Belarus, Kasachstan und Kirgisistan umfasst, als wirksames Mittel gegen westliche Sanktionen. Russland ist wegen seines Angriffskriegs gegen die Ukraine wirtschaftlichen Sanktionen des Westens unterworfen. Indien verhält sich mit Blick auf den Konflikt bisher pragmatisch. Das Land pflegt weiterhin sowohl gute Beziehungen zu Moskau als auch zum Westen.
Indien deckt seinen Rohöl-Bedarf zum größten Teil mit russischen Importen. Auch bezieht das Land einen Großteil seiner militärischen Ausrüstung aus Russland. Mit den Einnahmen aus dem Verkauf des Öls finanziert Russland auch den Krieg, dessen Beendigung Modi gefordert hat. Der Kremlchef war am Tag zuvor am Donnerstag zu einem zweitägigen Staatsbesuch in Neu-Delhi eingetroffen. Es war Putins erster Besuch im bevölkerungsreichsten Land der Erde seit der russischen Invasion in die Ukraine vor mehr als dreieinhalb Jahren.
Wladimir Putin (links) reicht Narendra Modi nach ihrer gemeinsamen Pressekonferenz die Hand. Sajjad Hussain/AFP
Lisa Torjuul
„Dickköpfige Dummheit“ – Putins Unterhändler verspottet Merz
Russland reagiert mit Spott auf das Medienberichten zufolge in einer vertraulichen Telefonkonferenz europäischer Spitzenpolitiker geäußerte Misstrauen von Bundeskanzler Friedrich Merz gegenüber den US-Unterhändlern im Ukraine-Krieg. „Lieber Merz, Sie sind nicht einmal im Spiel“, schrieb der russische Chefunterhändler Kirill Dmitrijew auf der Plattform X. „Sie haben sich durch Kriegstreiberei, die Torpedierung des Friedens, unrealistische Vorschläge, den Selbstmord der westlichen Zivilisation, Migration und dickköpfige Dummheit selbst disqualifiziert“, fügte er hinzu.
Dmitrijew regierte auf einen Spiegel-Bericht über die Mitschrift einer Krisenschalte, an der auch der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij teilnahm. Danach soll Merz zu Selenskij über die US-Unterhändler gesagt haben. „Sie spielen Spielchen, sowohl mit euch als auch mit uns.“
Die russische Führung macht für den von Kremlchef Wladimir Putin Anfang 2022 befohlenen Angriffskrieg gegen die Ukraine den Westen verantwortlich. Putin hatte zuletzt mehrfach behauptet, dass der Westen die Ukraine als Mittel benutze, um gegen Russland Krieg zu führen.
Dmitrijew regierte auf einen Spiegel-Bericht über die Mitschrift einer Krisenschalte, an der auch der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij teilnahm. Danach soll Merz zu Selenskij über die US-Unterhändler gesagt haben. „Sie spielen Spielchen, sowohl mit euch als auch mit uns.“
Die russische Führung macht für den von Kremlchef Wladimir Putin Anfang 2022 befohlenen Angriffskrieg gegen die Ukraine den Westen verantwortlich. Putin hatte zuletzt mehrfach behauptet, dass der Westen die Ukraine als Mittel benutze, um gegen Russland Krieg zu führen.
Saimah Jiwa
Merz reist kurzfristig nach Belgien
Wegen der dramatischen Lage in der Ukraine hat Kanzler Friedrich Merz seine Reisepläne für Freitag kurzfristig geändert: Statt nach Norwegen wird er nach Angaben eines Regierungssprechers nun am Freitagabend nach Brüssel reisen. Dort soll er den belgischen Ministerpräsidenten Bart De Wever und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen treffen. Dabei wird es um den belgischen Widerstand gegen die Nutzung des eingefrorenen russischen Staatsvermögens für einen Milliarden-Kredit an die Ukraine gehen.
Merz besteht auf der Nutzung des seit dem russischen Überfall auf die Ukraine eingefrorenen russischen Staatsvermögens für die Ukraine und will Belgiens Widerstand mit Garantien für das Land überwinden. Die EU-Kommission und Merz hatten vorgeschlagen, die mehr als 200 Milliarden Euro an eingefrorenen russischen Geldern, die größtenteils bei einem Unternehmen in Belgien liegen, über ein kompliziertes System mit EU-Anleihen zu nutzen. In einem Gastbeitrag in der FAZ schrieb Merz davon, dass man damit einen Kredit von 165 Milliarden Euro an die Ukraine ermöglichen könne. Dies würde die Finanzierung des ukrainischen Militärs für zwei bis drei Jahre decken. Merz betonte erneut, dass es sich nicht um eine Enteignung des russischen Vermögens handele.
Merz besteht auf der Nutzung des seit dem russischen Überfall auf die Ukraine eingefrorenen russischen Staatsvermögens für die Ukraine und will Belgiens Widerstand mit Garantien für das Land überwinden. Die EU-Kommission und Merz hatten vorgeschlagen, die mehr als 200 Milliarden Euro an eingefrorenen russischen Geldern, die größtenteils bei einem Unternehmen in Belgien liegen, über ein kompliziertes System mit EU-Anleihen zu nutzen. In einem Gastbeitrag in der FAZ schrieb Merz davon, dass man damit einen Kredit von 165 Milliarden Euro an die Ukraine ermöglichen könne. Dies würde die Finanzierung des ukrainischen Militärs für zwei bis drei Jahre decken. Merz betonte erneut, dass es sich nicht um eine Enteignung des russischen Vermögens handele.