Im Sudan sind seit Jahresbeginn laut UN mehr als 1 000 Menschen durch Drohnen getötet worden. Der Konflikt weite sich aus, das zeige sich auch am verstärkten Einsatz von Drohnen, erklärte Menschenrechtskommissar Volker Türk vor dem Menschenrechtsrat in Genf. Drohnen seien mittlerweile für 80 Prozent der zivilen Todesfälle verantwortlich. Im Sudan kämpfen seit 2023 die paramilitärischen Rapid Support Forces gegen die Armee. Die Drohnen bekommen die Kriegsparteien Experten zufolge unter anderem aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), aus Ägypten und der Türkei. Nach einem Drohnen-Angriff auf die sudanesische Hauptstadt Khartum im Mai warf die sudanesische Militärführung dem Nachbarland Äthiopien - wie auch den VAE - vor, an der Attacke beteiligt gewesen zu sein. Die äthiopische Regierung wies dies zurück.