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Baden-Württemberg:Kretschmann tritt im Wahlkampf kürzer

Stuttgart Landtag von Baden Wuerttemberg Plenarsitzung 144. Sitzung Donnerstag 11. Februar 2021, 10:00 Uhr Ministerprae

Ministerpräsident Kretschmann zieht sich wegen einer Erkrankung seiner Frau aus dem Wahlkampf in Baden-Württemberg zurück.

(Foto: Eibner-Pressefoto/Roger Buerke via www.imago-images.de/imago images/Eibner)

Seine Frau sei an Brustkrebs erkrankt, teilt Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident mit. Die Landtagswahl findet am 14. März statt.

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) tritt aus privaten Gründen im Wahlkampf in Baden-Württemberg für die Landtagswahl am 14. März kürzer. Seine Frau sei erkrankt, teilte er am Freitag über das Staatsministerium in Stuttgart mit. Seine Regierungsgeschäfte werde er aber weiterführen. Der 72-Jährige ist Spitzenkandidat seiner Partei.

In der Mitteilung schreibt Kretschmann, seine Frau Gerlinde leide an Brustkrebs. "Es geht ihr den Umständen entsprechend, aber es kommen nun schwere Zeiten auf sie zu. Ich will für sie da sein, so gut es geht."

"Bitten darum, von Nachfragen abzusehen"

Termine, die nicht das Regierungsgeschäft beträfen, werde er nicht immer wahrnehmen können, so Kretschmann weiter. "Dazu gehören auch Termine im anstehenden Wahlkampf." Laut Regierungssprecher Rudi Hoogvliet betrifft dies zum Beispiel zwei Spitzenkandidatenrunden am heutigen Tag.

Kretschmann ist seit 2011 Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Er ist der erste von den Grünen gestellte Regierungschef eines deutschen Bundeslandes. Bei der Wahl wird er von CDU-Kultusministerin Susanne Eisenmann herausgefordert. Seit fünf Jahren regiert der beliebte grüne Regierungschef mit der CDU als Juniorpartner. In jüngsten Umfragen führen die Grünen vor der CDU.

Die Mitteilung zur Erkrankung seiner Frau schließt Kretschmann mit folgenden Sätzen: "Ich weiß, dass viele Menschen diese Situation aus eigener Erfahrung kennen oder Angehörige und Freunde haben, die eine solche Erkrankung durchmachen mussten. Deshalb sind wir dankbar für Ihre Anteilnahme. Aber wir bitten darum, von Nachfragen abzusehen."

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