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Verteidigungsministerin:Kramp-Karrenbauer plant Nationalen Sicherheitsrat

Kramp-Karrenbauer will Nationalen Sicherheitsrat einrichten

Bundesverteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer will einen Nationalen Sicherheitsrat einrichten.

(Foto: dpa)
  • Ein Nationaler Sicherheitsrat solle Instrumente von Diplomatie, Militär, Wirtschaft und Handel, innerer Sicherheit und Entwicklungszusammenarbeit koordinieren.
  • In München warb die Verteidigungsministerin dafür, dass Deutschland mehr internationale Verantwortung übernehmen und seine Interessen kraftvoller vertreten soll.
  • Die Meinungsbildung des Parlaments bei Auslandseinsätzen müsse beschleunigt werden.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer fordert einen Nationalen Sicherheitsrat für Deutschland. Dieser solle Instrumente von Diplomatie, Militär, Wirtschaft und Handel, innerer Sicherheit und Entwicklungszusammenarbeit koordinieren, sagte die CDU-Politikerin in einer Grundsatzrede an der Universität der Bundeswehr München. Dazu solle der Bundessicherheitsrat weiterentwickelt werden. Ein Nationaler Sicherheitsrat "würde uns zu schnellerer Handlungsfähigkeit bringen", sagte Kramp-Karrenbauer.

Die Ministerin sprach von neuen Herausforderungen, insbesondere durch autoritäre Staaten, die auf Deutschland zukommen. Es sei an der Zeit, dass Deutschland seine Interessen kraftvoller wahrnehme und gemeinsam mit den Partnern mehr Verantwortung übernehme. Ausdrücklich nannte sie Terrorbekämpfung. Sie betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit mit dem europäischen Partner Frankreich.

Die Bundeswehr bleibe eine Parlamentsarmee, was Einsätzen eine besondere demokratische Legitimation gebe. Allerdings müsse die Meinungsbildung beschleunigt werden. Internationale Zweifel an einer verlässlichen Handlungsfähigkeit Deutschlands müssten zerstreut, gleichzeitig die Rechte des Bundestages gewahrt bleiben. Sie bekräftigte die Forderung nach einer deutlichen Erhöhung der Verteidigungsausgaben, die bis spätestens 2031 auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes steigen müssten.

Kramp-Karrenbauer hatte am Vortag bereits die enge Partnerschaft mit den USA bekräftigt. Zugleich aber forderte sie am Mittwoch in Berlin ein stärkeres Engagement Deutschlands und Europas für die eigene Sicherheit. "Wir sind zu stark und zu wichtig in Europa, und damit auch gemeinsam mit Europa in der Welt, um nur abseits zu stehen und zuzuschauen und uns nur auf andere zu verlassen", sagte die CDU-Chefin bei einem sicherheitspolitischen Kongress der Unionsfraktion im Bundestag.

© SZ.de/dpa/saul
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