KosovoRituale der Lähmung

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Kosovos Ministerpräsident Albin Kurti hier mit Staatspräsidentin Vjosa Osmani bei einem Manöver Anfang Juni.
Kosovos Ministerpräsident Albin Kurti hier mit Staatspräsidentin Vjosa Osmani bei einem Manöver Anfang Juni. ARMEND NIMANI/AFP

Der jüngste Staat Europas hat seit Monaten keine Regierung – weil sich die Fraktionen im Parlament erbittert und kompromisslos blockieren. Das wird zunehmend auch zum finanziellen Problem.

Von Tobias Zick

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In Kosovo, Europas jüngstem Staat, hat sich in den vergangenen Monaten ein Ritual eingespielt, dessen Regelmäßigkeit bereits an ein Schweizer Uhrwerk erinnert. An diesem Mittwoch, elf Uhr, fand es wieder statt, zum 37. Mal in Folge: Die Abgeordneten des Parlaments in der Hauptstadt Pristina traten im Plenarsaal zusammen, um eine konstituierende Sitzung abzuhalten. Nach erfolgloser Abstimmung gingen sie wieder ihrer Wege. Damit hat der jüngste Staat Europas weiterhin kein arbeitsfähiges Parlament und keine Regierung.

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