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Korruptionsvorwürfe:Berufung gegen Olmert-Freispruch

Im Juli hat ein Gericht Israels Ex-Regierungschef Olmert von Korruptionsvorwürfen freigesprochen. Nun geht die Staatsanwaltschaft in Berufung.

Zweieinhalb Monate vor der vorgezogenen Wahl in Israel hat die Staatsanwaltschaft Berufung gegen den Freispruch des früheren Regierungschefs Ehud Olmert von Korruptionsvorwürfen eingelegt. Der 67-Jährige gilt als möglicher Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten bei der Wahl am 22. Januar.

Olmerts Büro wertete die Berufung am Abend als "weitere Stufe in der Hexenjagd, die keine Grenzen kennt". Ein Gericht in Jerusalem hatte Olmert im Juli zwar der Untreue für schuldig befunden, ihn jedoch von schweren Korruptionsvorwürfen freigesprochen. Im September wurde er wegen Untreue zu einem Jahr Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von 75 300 Schekel (gut 15.000 Euro) verurteilt.

Als Spitzenkandidat eines Bündnisses der linken Mitte wäre der 67-Jährige Umfragen zufolge der Einzige, der dem konservativen Amtsinhaber Benjamin Netanjahu gefährlich werden könnte. Olmert musste im September 2008 wegen der Korruptionsvorwürfe zurücktreten, blieb allerdings noch für ein halbes Jahr an der Spitze einer Übergangsregierung. Sein Ausscheiden versetzte dem Friedensprozess mit den Palästinensern einen schweren Rückschlag.