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Konflikte - Hannover:Ditib warnt vor Antisemitismus wegen Nahostkonflikt

Bremen
Emine Oguz, Geschäftsführerin des Ditib-Landesverbandes Niedersachsen und Bremen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archiv (Foto: dpa)

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Hannover (dpa/lni) - Angesichts eskalierender Gewalt in Nahost und Protesten in Deutschland hat der türkische Moscheeverband Ditib vor Antisemitismus und religiös motiviertem Hass gewarnt. "Mit großer Besorgnis beobachten wir, dass Menschen jüdischen Glaubens und Synagogen Ziele von Angriffen werden", sagte die Geschäftsführerin des Ditib-Landesverbandes Niedersachsen und Bremen, Emine Oguz, am Samstag.

"Antisemitismus und jegliche gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit hat keinen Platz in unseren Reihen, alles andere würde nicht unseren Glaubensverständnis entsprechen", sagte Oguz. Die Gesellschaft müsse zusammenhalten und zeigen, dass Hass keine Religion hat.

"Wir alle müssen aufschreien, wenn unsere Gotteshäuser angegriffen werden und müssen deeskalieren und uns dagegenstellen, wenn sie zur Zielscheibe von Hass werden", sagte Oguz. "Wir dürfen nicht zulassen, dass hier Stellvertreterkonflikte geführt werden und rufen alle zur Besonnenheit auf." Oguz rief zum Gebet dafür auf, dass alle Menschen auf der ganzen Welt in Frieden leben können. "Als Muslime und fester Teil dieser Gesellschaft müssen wir uns für Toleranz, Würde und Respekt einsetzen und einfordern."

© dpa-infocom, dpa:210515-99-606243/2

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