KonflikteBerliner Rabbiner warnt vor antimuslimischem Rassismus

Rabbiner Elias Dray kommt zur Gedenkstunde des Deutschen Bundestags aus Anlass des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.
Rabbiner Elias Dray kommt zur Gedenkstunde des Deutschen Bundestags aus Anlass des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Michael Kappeler/dpa/Archivbild

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

Berlin (dpa/bb) - Der Berliner Rabbiner Elias Dray hat vor dem Hintergrund des Krieges zwischen Israel und der islamistischen Hamas vor wachsendem Rassismus gegenüber Muslimen gewarnt. „Es ist für mich auch wichtig zu sagen, dass man auch antimuslimischen Rassismus bekämpfen muss“, sagte er am Freitag nach einem Treffen von Organisationen, die sich insbesondere gegen Antisemitismus engagieren. Obwohl es derzeit sehr schwierig sei, sei es ihm wichtig, den muslimisch-jüdischen Dialog, den er mit Freunden führe, fortzusetzen. Es gebe viele Leute, die diesen Dialog weiter wollten, sagte Dray. „Das ist mir wichtig, dass man das weiß.“

Es dürfe nicht sein, dass Menschen angegriffen würden, nur weil sie Muslime seien. „Das wollen wir als jüdische Gemeinde auch nicht. Wir wollen eine offene, freie Gesellschaft. Wir wollen eine Gesellschaft haben, die für alle da ist.“ Es dürfe überhaupt keine Angriffe geben, gegen niemand. „Das ist meine Hoffnung.“

Dray plädierte dafür, weiter auf politische Bildung zu setzen. „Sonst haben wir keine Chance“, sagte er. „Ich möchte Deutschland nicht verlassen, ich möchte hier in Berlin bleiben können. Wienn wir diese offene Stadt haben wollen, müssen wir weiter arbeiten.“ Der Rabbiner engagiert sich beim Projekt meet2respect. In diesem Rahmen besucht er regelmäßig Berliner Schulen gemeinsam mit einem Imman und sucht das Gespräch mit Schülerinnen und Schülern.

© dpa-infocom, dpa:231103-99-814093/2

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