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Kommunen - Wiesbaden:Höchste Pro-Kopf-Verschuldung bei Kassenkrediten im Saarland

Saarbrücken/Wiesbaden (dpa/lrs) - Städte und Gemeinden im Saarland haben die bundesweit höchste Pro-Kopf-Verschuldung mit Kassenkrediten. Bezogen auf die Einwohnerzahl lag dieser Wert für die Aufnahme von Krediten zur Sicherstellung kommunaler Aufgaben bei 1950 Euro und damit noch deutlich vor Rheinland-Pfalz mit 1302 Euro und Nordrhein-Westfalen mit 1261 Euro. Dies teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit.

Am niedrigsten ist die Pro-Kopf-Verschuldung mit Kassenkrediten in Bayern, wo es nur 13 Euro sind. Der Bundesschnitt liegt bei 458 Euro.

In absoluten Zahlen summierten sich diese Kredite zur Sicherstellung der laufenden Ausgaben zum Jahresende 2018 auf 1,9 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahresstand ermittelten die Statistiker einen Rückgang um 5,1 Prozent.

Mit Kassenkrediten, auch Liquiditätskredite genannt, überbrücken die Kommunen finanzielle Engpässe, etwa um Pflichtaufgaben wie Sozialleistungen erfüllen zu können. Dazu werden in der Regel kurzfristige Kredite bei Banken aufgenommen. Allerdings hatten nach Angaben des Statistischen Bundesamts 67 Prozent der Kassenkredite im Saarland eine Laufzeit von mehr als einem Jahr - auch dies ist der höchste Wert aller Bundesländer.