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Kommunen:Vorpommern-Greifswald erstes Corona-Risikogebiet in MV

Corona
Ein Patient lässt vor einer Arztpraxis einen Abstrich machen. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

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Rostock (dpa/mv) - Der Landkreis Vorpommern-Greifswald hat als erster Kreis in Mecklenburg-Vorpommern die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen übersprungen. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Mittwoch mitteilte, liegt der genaue Wert bei 52,8. Die sogenannte Corona-Ampel ist damit auf Rot gesprungen und so können in dieser Region weitere Kontaktbeschränkungen in Kraft treten.

Auch in ganz Mecklenburg-Vorpommern wurde am Mittwoch mit 160 Neuinfektionen eine neue Höchstmarke erreicht. Die Gesamtzahl der registrierten Ansteckungen stieg damit auf 2486; von den vormals Erkrankten gelten 1565 als genesen. In Mecklenburg-Vorpommern wurden seit Beginn der Corona-Pandemie 230 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern behandelt, vier mehr als am Montag. Auch auf den Intensivstationen wurden vier Patienten mehr als am Vortag behandelt. Landesweit sind bisher 22 Menschen gestorben.

Neben dem Landkreis Vorpommern-Greifswald ist der Kreis Rostock mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 45,6 ebenfalls stark betroffen und liegt kurz unterhalb der Grenze, um zum Risikogebiet erklärt zu werden.

Als Konsequenz der jüngsten Entwicklung treten schon an diesem Donnerstag in Vorpommern-Greifswald deutlich schärfe Corona-Einschränkungen in Kraft. Das sieht eine Allgemeinverfügung vor, die der Landkreis am Mittwochabend veröffentlichte. So dürfen sich nur noch maximal zehn Leute in Gaststätten und auch privat treffen. Im Freien dürfen diese zehn nur aus zwei Hausständen stammen.

Außerdem wird die Maskenpflicht verschärft. Für die Gastronomie gibt es ab Donnerstag bereits eine Sperrzeit ab 23.00 Uhr; danach darf generell kein Alkohol mehr verkauft werden. Zu Veranstaltungen dürfen sich maximal 100 Menschen im Freien und in Gasträumen treffen. Weihnachts- und andere -märkte werden untersagt. Landrat Michael Sack (CDU) bat die Bewohner darum, "alles dafür zu tun, dass wir die Lage gemeinsam in den Griff bekommen".

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