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Kommunen - Frankfurt am Main:Frankfurter OB will Coronavirus "die rote Karte zeigen"

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Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) steht im Rathaus. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Frankfurt (dpa/lhe) - Mit einem dringlichen Appell hat der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) die Bevölkerung zur Einhaltung der jetzt auf weitere Stadtteile ausgedehnten Maskenpflicht aufgerufen. "Der Virus hasst Masken, er scheitert an diesem Stückchen Stoff", sagte Feldmann am Sonntag vor der Paulskirche. "Ich bin mir sicher, dass wir in Frankfurt stärker sind als der Virus und dass wir ihm die rote Karte zeigen können."

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Nach einem sprunghaften Anstieg der Infektionszahlen in Frankfurt auf zuletzt 205 Fälle auf 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen nach Zahlen des Robert Koch-Instituts beschloss der Verwaltungsstab der Stadt in einer kurzfristig angesetzten Sondersitzung eine Verschärfung der bisherigen Corona-Maßnahmen. Das bislang auf bestimmte Plätze beschränkte Alkoholkonsumverbot wurde für die Zeit der Sperrstunde von 23.00 Uhr bis 6.00 Uhr auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet. Innerhalb des Alleenrings und nördlich der Bahnlinie in Sachsenhausen muss im öffentlichen Raum ebenfalls Maske getragen werden. Dabei nannte Feldmann besonders bevölkerungsreiche Stadtteile.

"Wenn das nicht reicht, werden wir die Maskenpflicht auf das gesamte Stadtgebiet ausweiten", sagte der OB. Im öffentlichen Raum dürfen sich jetzt maximal fünf statt bisher zehn Menschen oder alternativ die Angehörigen von zwei Hausständen treffen.

Abgesagt wurde der Weihnachtsmarkt. Ihm sei bewusst, dass dies keine gute Nachricht für Schausteller sei, sagte Feldmann. Aber "es ist das falsche Signal, jetzt den Weihnachtsmarkt durchzuführen."

Es gebe die Chance, einen "Lockdown" zu verhindern, sagte der OB. Weit über 90 Prozent der Einwohner hielten sich an die Regeln. Jetzt müsse aber für alle klar sein: "Der Virus ist mit voller Macht zurück."

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