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Kolumne:DNA der Einheit

Heribert Prantl ist Kolumnist und Autor der Süddeutschen Zeitung. Illustration: Bernd Schifferdecker.

Ostdeutsche sind in Spitzenpositionen unterrepräsentiert. Dreißig Jahre nach der Wiedervereinigung bietet sich jetzt eine gute Gelegenheit, daran exemplarisch etwas zu ändern.

An der Spitze der deutschen Verfassung steht ein Satz, der der Politik spätestens im Herbst, wenn man das dreißigste Jubiläum der Einheit feiert, um die Ohren fliegen wird. Es ist ein stolzer und selbstzufriedener Satz, es ist ein Satz, der 1990 im Rausch der Wiedervereinigung in die Präambel des Grundgesetzes geschrieben wurde, der aber ein triumphalistischer Schwindel ist. Er behauptet nämlich, dass "die Einheit Deutschlands" nun "vollendet" sei.

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