Kohlekraftwerke Greenpeace fordert Abschaltung

Die Umweltorganisationen Greenpeace und Client Earth fordern zur Umsetzung des Kohleausstiegs die Abschaltung von sieben Braunkohle-Kraftwerksblöcken in Nordrhein-Westfalen bis Ende 2022. Das sieht ein Gesetzentwurf zum Kohleausstieg mit einem konkreten Abschaltplan vor, den die beiden Organisationen am Donnerstag der Bundesregierung übergeben haben. Mit der Abschaltung von 3,1 Gigawatt Braunkohlekapazitäten bis Ende 2022 in NRW würden die Empfehlungen der Kohlekommission umgesetzt und der Hambacher Wald gerettet, sagte Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid in Berlin. In einer zweiten Phase sollen bis Ende 2026 neun weitere Braunkohle-Kraftwerksblöcke, davon vier in der Lausitz, und 18 Steinkohle-Kraftwerksblöcke vom Netz genommen werden. Betreiber von Kraftwerken und Tagebauen sollen dabei nur in Ausnahmefällen entschädigt werden. Der vorgelegte Gesetzesentwurf solle den Druck auf die Bundesregierung zum Handeln erhöhen, sagte Smid.