Österreichs Grünen-Chef Kogler:"Wir kommen aus dem bundespolitischen Nichts"

Head of Austria's Green Party, Kogler and Head of Peoples Party, Kurz, deliver a statement in Vienna

Verhandeln über eine Koalition aus konservativer ÖVP und den Grünen für Österreich: Sebastian Kurz (li.) und Werner Kogler

(Foto: Lisi Niesner/Reuters)

Der Skandal um die Casinos Austria AG belastet neben der FPÖ auch die ÖVP von Sebastian Kurz schwer. Mit dieser Partei wollen die grünen Korruptionsbekämpfer regieren? Ein Gespräch mit Grünen-Chef Werner Kogler.

Interview von Lukas Matzinger, FALTER.AT

Das "ruhigste Wochenende seit der EU-Wahl" will Werner Kogler verbracht haben. Die Regierungsverhandlungen sind vorbereitet, am Freitag haben die Fachgruppen ihre Themen bekommen. Kogler ist die grüne Lichtfigur, er hat die Partei tatsächlich von der Straße in Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP geführt. Am Wochenende wollte er ruhen. Und dann kam Sonntagabend. Der Falter veröffentlichte Chatprotokolle zwischen türkis-blauen Regierungsmitgliedern und der Glücksspielbranche. Die Wirtschafts-und Korruptionsstaatsanwaltschaft verdächtigt auch ÖVP-Politiker der Bestechlickeit und der Untreue. Eine Sondersitzung des Nationalrats ist beschlossen, ein Untersuchungsausschuss wahrscheinlich. Werner Kogler kämpft seit Jahrzehnten gegen Korruption und Misswirtschaft in Österreich. Mit dieser ÖVP wollen seine Grünen regieren? Wie wird die Casinos-Causa die Verhandlungen beeinflussen? Am Montag im grünen Parlamentsklub wirkt Werner Kogler dann tatsächlich: entspannt.

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