Koblenz:Bald Urteil im Syrer-Prozess

Im weltweit ersten Strafprozess wegen mutmaßlicher Staatsfolter in Syrien hat das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz das Verfahren gegen einen Angeklagten abgetrennt. Der zuständige Staatsschutzsenat begründete diesen Beschluss laut einer OLG-Sprecherin am Mittwoch damit, dass die Beweisaufnahme hinsichtlich dieses Syrers entscheidungsreif sei. Damit könnte es im Fall von Eyad A. am 24. Februar zu einem ersten Urteil (Az. 1 StE 9/19) kommen. Am Mittwochvormittag begann das mehrstündige Plädoyer der Bundesanwaltschaft, an diesem Donnerstag wurde der Schlussvortrag der Verteidigung erwartet. Gegen den Hauptangeklagten Anwar R. soll der im April 2020 begonnene Prozess weiterlaufen. Die beiden Syrer sollen Agenten des Geheimdienstapparats der Regierung in ihrer Heimat gewesen sein. Präsident Baschar al-Assad soll in seinem Bürgerkriegsland für eine Folter-Maschinerie verantwortlich sein.

© SZ vom 18.02.2021 / dpa - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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