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Koalitionsgespräche in Griechenland:"Das Land muss bis morgen Abend eine Regierung haben"

In Griechenland läuft der Koalitionspoker: Antonis Samaras, Vorsitzender der siegreichen Nea Dimokratia, will möglichst viele Parteien an seiner Regierung beteiligen. Doch Syriza, die radikale Linke, erteilt ihm eine Absage. Und der Chef der Sozialisten hat eine klare Zeitvorstellung.

Griechenland hat gewählt - und sich für Europa und den Euro entschieden. Das Ausland reagiert erleichtert, auch an den Finanzmärkten wird aufgeatmet - aber nur kurz.

[] Das Wahlergebnis: Die konservative Partei Nea Dimokratia (ND) wird stärkste Kraft im Parlament. Sie will den Sparkurs fortsetzen - braucht zur Regierungsbildung aber einen Partner. ND-Parteichef Samaras will eine Koalition der nationalen Einheit bilden. Die zweitstärkste Partei, Syriza, erteilt ihm eine Absage.

[] Debatte um Reformen: Samaras will mit den internationalen Kreditgebern Griechenlands über Lockerungen des Sparzwangs diskutieren, um das Volk nicht zu verprellen. Die EU-Kommission und die Bundesregierung reagieren ablehnend. Außenminister Westerwelle signalisiert Gesprächsbereitschaft, was den Zeitplan angeht, revidiert sein Statement aber wieder. Mit welchen Forderungen Athen und die Troika in Verhandlungen gehen könnten, können Sie hier lesen.

[] Reaktion der Märkte: Die Leitindizes der Börsen deuten am Morgen auf eine Entspannung hin. Doch der Fokus richtet sich schnell auf Spanien. Die Zinsen auf spanische Anleihen steigen auf ein Rekordhoch.

Im SZ-Liveblog berichten Hans von der Hagen, Bastian Brinkmann und Michael König.