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Koalitionen:Neuer Anlauf für Rot-Rot-Grün

Befürworter eines Bündnisses von SPD, Linken und Grünen wollen für eine linke Regierung im Bund werben - und laden zu einem parteiübergreifenden Treffen. Mit dabei sind hochrangige Vertreter aller Seiten.

Mit einem parteiübergreifenden Treffen wollen Befürworter einer rot-rot-grünen Zusammenarbeit Bewegung in die festgefahrene Debatte über künftige Kooperationen bringen. Für den 18. Oktober laden Vertreter von SPD, Grünen und Linkspartei zu einem "Trilog für eine progressive Politik" nach Berlin ein. "Deutschland braucht neue Zukunftsentwürfe und 2017 eine progressive Regierung", heißt es nach Informationen der Süddeutschen Zeitung in der Einladung. "Wir in der SPD, bei Bündnis 90/Die Grünen und der Partei Die Linke können eine gesellschaftliche und politische Mehrheit werden." Es sei "Zeit für progressive Politik", heißt es demnach weiter: "Wir wollen gemeinsam Verantwortung übernehmen."

Bedeutsam ist die Aktion deshalb, weil auf allen drei Seiten höherrangige Vertreter zu den Initiatoren zählen. Bei den Sozialdemokraten sind das etwa der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Axel Schäfer sowie Matthias Miersch, Sprecher der Parlamentarischen Linken in der SPD-Fraktion. Auf Seiten der Grünen gehören die Fraktionsvizes Katja Dörner und Frithjof Schmidt dazu und von der Linkspartei die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Caren Lay und Jan Korte. Teilnehmen sollen etwa 90 Leute. Ziel des Treffens soll es unter anderem sein, auch Skeptiker einer rot-rot-grünen Zusammenarbeit aus allen drei Parteien einzubinden. Zudem wollen die Initiatoren offenbar verdeutlichen, dass Rot-Rot-Grün Unterstützer in den Spitzen der drei Bundestagsfraktionen hat. In die Thematik einführen soll der Sozialphilosoph Oskar Negt.