Es war eine ungewöhnliche Einladung. Der US-Finanzminister Scott Bessent hat zehn Kollegen nach Washington gerufen, für diplomatische Verhältnisse recht spontan. Der Amerikaner will darüber reden, wie man bei Seltenen Erden und ähnlichen Rohstoffen unabhängig von China werden könnte. Für Deutschland dabei: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD). Sein Ministerium ist im Kabinett eigentlich nicht mit Seltenen Erden und dem Welthandel befasst, aber als Vizekanzler sieht sich der SPD-Chef im Zweifel für alles zuständig.
Rohstoff-DiplomatieDer Minister, die Seltenen Erden und ein Dilemma
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„Da sind wir offen für die Diskussion“: Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) nimmt an einem Finanzministertreffen über Seltene Erden in Washington teil.
Soeren Stache/dpaVizekanzler Lars Klingbeil ist extra nach Washington geflogen, um den Zugang zu Rohstoffen für die deutsche Industrie zu sichern. Doch die US-Pläne sind für Deutschland riskant.
Von Bastian Brinkmann, Washington
