Klimawandel:China will keine Kohlekraftwerke mehr im Ausland bauen

G8 und Schwellenländer über wichtiges Klimaschutzziel einig

Kühltürme eines Kohlekraftwerks in China. Im Ausland will das Land solche Anlagen nicht mehr bauen.

(Foto: dpa)

Stattdessen wolle sein Land Entwicklungsländern helfen, grüne und kohlenstoffarme Energien zu nutzen, sagte Präsident Xi Jinping vor den Vereinten Nationen. UN-Generalsekretär Guterres und der US-Klimabeauftragte Kerry begrüßten den Schritt.

China will im Zuge der Bekämpfung des Klimawandels in Zukunft keine neuen Kohlekraftwerke im Ausland bauen. Das hat der chinesische Präsident Xi Jinping am Dienstag (Ortszeit) in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung in New York verkündet. "China wird andere Entwicklungsländer bei der Entwicklung grüner und kohlenstoffarmer Energien stärker unterstützen und keine neuen Kohlekraftwerke im Ausland bauen", sagte Xi in seiner vorab aufgezeichneten Videoansprache. Einzelheiten über die Umsetzung dieses Vorhabens nannte Chinas Präsident allerdings nicht.

Chinas Ankündigung folgt damit auf ähnliche Schritte zur Eindämmung des Klimawandels, wie sie Südkorea und Japan schon Anfang des Jahres eingeleitet hatten. UN-Generalsekretär António Guterres und der US-Klimabeauftragte John Kerry forderten China auf, dem Beispiel seiner asiatischen Partner zu folgen. Kerry begrüßte Xis Ankündigung in einer Erklärung und nannte sie einen "großartigen Beitrag": "Wir sprechen mit China schon seit geraumer Zeit über dieses Thema. Ich bin sehr erfreut zu hören, dass Präsident Xi diese wichtige Entscheidung getroffen hat."

Guterres begrüßte sowohl Chinas Schritt in Sachen Kohle als auch US-Präsident Bidens Versprechen, mit dem US-Kongress zusammenarbeiten zu wollen, um die Mittel zur Unterstützung der Entwicklungsländer bei der Bewältigung des Klimawandels bis 2024 auf 11,4 Milliarden Dollar pro Jahr zu verdoppeln.

© SZ/Reuters/kler/hij
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