Klimapolitik:Jahr des Schreckens

Die Temperaturen erreichen immer neue Rekorde, führen zu verheerenden Stürmen und zerstörerischen Bränden. Hat die Bundesregierung verstanden, was auf dem Spiel steht?

Von Marlene Weiß

Klimapolitik: Tropische Wirbelstürme, sagt die Wissenschaft, werden durch die Erderwärmung tendenziell stärker - und auch dadurch gefährlicher, dass sie sich langsamer vorwärts bewegen. Beerdigung in Beira, Mosambik, wo im März 2019 der Zyklon Idai wütete. Er forderte in Mosambik, Malawi, Simbabwe und Madagaskar insgesamt mehr als tausend Tote.

Tropische Wirbelstürme, sagt die Wissenschaft, werden durch die Erderwärmung tendenziell stärker - und auch dadurch gefährlicher, dass sie sich langsamer vorwärts bewegen. Beerdigung in Beira, Mosambik, wo im März 2019 der Zyklon Idai wütete. Er forderte in Mosambik, Malawi, Simbabwe und Madagaskar insgesamt mehr als tausend Tote.

(Foto: Yasuyoshi Chiba/AFP)

Wenn sich in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren jemand fragt, wann die Klimakrise im Alltag ankam, wird er vielleicht zum Schluss kommen: Tja, so um 2019 herum könnte das gewesen sein. Das Jahr, in dem es fast überall auf der Welt gigantische Brände gab; in der Arktis, in Südamerika, Kalifornien, Australien. Das Jahr, in dem ein heißer, trockener Sommer die Hitzerekorde in Deutschland und Frankreich pulverisierte und in den Wäldern ein Bild des Jammers hinterließ. Das Jahr, in dem Forscher einsehen mussten, dass das Great Barrier Reef vor Australien wohl nicht zu retten sein wird, jedenfalls nicht in seiner heutigen Form. Aber auch das Jahr, in dem Hunderttausende für Klimaschutz auf die Straße gingen.

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