Ehe der Streit richtig losbrennt, versucht es André Corrêa do Lago, der Präsident der UN-Klimakonferenz in Belém, noch einmal mit einem Appell. Es gehe hier nicht darum, wer gewinne oder verliere, sagt er am Freitag vor der versammelten Staatengemeinschaft. Sondern um die Zukunft der globalen Klimapolitik, in Zeiten, in denen sich die USA davon verabschiedeten. „Wenn wir sie nicht stärken, werden alle verlieren.“ Die Staaten dürften nicht zulassen, dass zwischen die Willigen ein Keil getrieben werde. Zu diesem Zeitpunkt ist dieser Keil aber längst da. Und am späten Freitagabend deutscher Zeit war klar: Die Weltklimakonferenz geht in die Verlängerung, bis zum geplanten Ende des Gipfels konnten sich die rund 200 Staaten nicht einigen.
COP30Die fossile Energie spaltet den Klimagipfel
Lesezeit: 3 Min.

Eigentlich sollte die Klimakonferenz in Belém am Freitag enden. Doch daraus wird nichts, die Verhandlungen gehen in die Verlängerung. Die Staaten haben sich an der zentralen Frage der globalen Klimapolitik verhakt: Wie soll es weiter gehen mit Kohle, Öl und Gas?
Von Michael Bauchmüller, Belém
