Klaus Uwe Benneter Schröders Lieblingslinker und Tennispartner

Der designierte Generalsekretär der SPD, der Berliner Bundestagsabgeordnete Klaus Uwe Benneter (56), ist einer der Tennispartner von Bundeskanzler Gerhard Schröder und galt lange Zeit als dessen "Lieblingslinker". Im Bundestag gehört er seit seinem Einzug 2002 zur Parlamentarischen Linken in der SPD-Fraktion.

Der am 1. März 1947 in Karlsruhe geborene Jurist kann auf ein bewegtes politisches Leben zurückblicken: Bekannt wurde Benneter 1977 als Vorsitzender der Jungsozialisten und Anhänger des stramm linken "Stamokap" ("Staatsmonopolistischer Kapitalismus"). Zeitweise trug er den Spitznamen "Benni Bürgerschreck".

Benneter (rechts)gratuliert Schröder zu dessen Wahl zum Juso-Vorsitzenden 1978

(Foto: Foto: AP)

Seine Äußerung, er sei auch aus taktisch-politischen Gründen Mitglied der SPD, wurde ihm als "Parteischädigung" ausgelegt. Nach nur wenigen Monaten als Juso-Chef schloss ihn die Partei aus.

1983 wurde er aber wieder aufgenommen und machte innerhalb der Berliner SPD Karriere. Er war unter anderem Bezirksstadtrat für Gesundheit im Berliner Bezirk Zehlendorf, Schatzmeister der Berliner SPD und von 1996 bis 2000 stellvertretender Landesvorsitzender. Dem Abgeordnetenhaus gehörte er von 1999 bis zu seiner Wahl als Bundestagabgeordneter an.

Überzeugend im "Lügenausschuss"

Seine juristischen Fähigkeiten setzte der Vater eines Sohnes als Vorsitzender des Berliner Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der CDU-Spendenaffäre ein. Überzeugend leitete Benneter auch den von der CDU beantragten "Lügenausschuss" des Bundestags, in dem der Vorwurf von angeblichem Wahlbetrug der Bundesregierung untersucht wurde.

Im Bundestag gehört Benneter, der an der Freien Universität Berlin Jura studierte, dem Rechtsausschuss an.

In der SPD hat Benneter nicht nur Freunde. Auf dem SPD-Parteitag in Bochum im November vergangenen Jahres wurde er nicht in den Bundesvorstand gewählt. Auch im zweiten Wahlgang erhielt er nicht die erforderliche Mehrheit.

Der noch amtierende Generalsekretär Olaf Scholz war auf diesem Kongress ebenfalls abgestraft worden, als er bei seiner von Schröder vorgeschlagenen Wahl nur 52,6 Prozent der Stimmen erhielt.

Für seine neue Aufgabe im Willy-Brandt-Haus hat Benneter das richtige Lebensmotto, wie aus seiner Website hervorgeht: "Wer nur von alten Zeiten träumt, wird keine bessere erleben."