Missbrauch in der katholischen Kirche:Höchstsumme für Betroffenen

Lesezeit: 4 min

Warum er so viel Geld erhält, weiß Rolf Fahnenbruck nicht. Die zuständige Kommission lieferte keine genaue Begründung. (Foto: Rainer Stadler)

Rolf Fahnenbruck bekommt vom Bistum Essen eine Anerkennungsleistung von 330 000 Euro. Vermehrte Schmerzensgeld-Klagen bringen die Bistümer unter Druck.

Von Rainer Stadler, Annette Zoch

Die Bank hat auch schon bei ihm angerufen. Woher denn auf einmal das viele Geld auf seinem Konto komme, wollte ein Sachbearbeiter für Geldwäsche wissen. Rolf Fahnenbruck versteht das, der Betrag ist schon gewaltig, 250 000 Euro. Trotzdem habe er dem Bankmitarbeiter geantwortet, dass er sich dazu nicht äußern werde. Der Absender der Summe sei ja bekannt, das Bistum Essen. Das müsse reichen.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusMissbrauch in der katholischen Kirche
:„In den Dörfern wussten sie doch, was los war“

Was haben Pfarrgemeinden in der Erzdiözese München und Freising mitbekommen, wenn ihr Priester Kinder sexuell missbraucht hat? Antworten auf diese Frage erhofft sich Richard Kick bei einer Radtour des unabhängigen Betroffenenbeirates. Sie führt ihn durch den Südosten des Bistums – eine Region mit besonders hoher Täterort-Dichte.

Interview von Andrea Schlaier

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: