KindergeldAuszahlung ohne Antrag

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Das Kindergeld soll künftig ohne vorangehenden Antrag ausbezahlt werden. Das hat am Donnerstag der Bundestag beschlossen, der Bundesrat muss noch zustimmen. Die neue Regelung soll die Digitalisierung der staatlichen Verwaltung voranbringen. Das Gesetz soll Anfang Januar 2027 in Kraft treten. Geplant sind zwei Schritte. Die erste Ausbaustufe umfasst Geburten ab dem zweiten Kind, in diesen Fällen liegen der Familienkasse die Daten der Eltern in der Regel bereits vor. In der zweiten Ausbaustufe soll das Verfahren auf erstgeborene Kinder ausgeweitet werden: Wenn ein Neugeborenes angemeldet wird, soll das Standesamt wie bisher das Bundeszentralamt für Steuern informieren – und dieses dann selbstständig die Familienkasse. Voraussetzung für die automatische Auszahlung ist dann, dass der Staat die Kontoverbindung von mindestens einem Elternteil kennt. Die Familienkasse hat im vergangenen Jahr rund 55 Milliarden Euro Kindergeld ausgezahlt, für 17,57 Millionen Kinder. Das Kindergeld beträgt derzeit 259 Euro pro Monat und Kind. Es wird an die Person ausgezahlt, die das Kind regelmäßig versorgt. Die schwarz-rote Koalition hat angekündigt, das Kindergeld zu erhöhen. Es soll voraussichtlich in zwei Stufen bis auf 272 Euro im Jahr 2028 steigen.

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