GlosseDas Streiflicht

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Wir neigen dazu, unsere Katzen zu vermenschlichen. Katzen rächen sich, indem sie dem Menschen eine frisch gefangene Maus ins Bett legen. Oder meinen sie es eigentlich gut mit uns?

(SZ) Vor ziemlich genau 60 Jahren hat Georges Simenon den Roman „Die Katze“ geschrieben. Es geht dabei aber nicht um einen Meisterdieb wie John Robie aus Hitchcocks Thriller „Über den Dächern von Nizza“, der wegen seiner Kletterkunst den Ehrennamen „Die Katze“ trägt. Vielmehr erzählt Simenon von einem zerstrittenen älteren Ehepaar. Zu Todfeinden unter einem Dach werden die beiden, als Émile seinen geliebten Kater tot auffindet und Marguerite verdächtigt, das von ihr gehasste Tier vergiftet zu haben. Aus Rache misshandelt er Marguerites Papagei, der kurz darauf stirbt. Seitdem korrespondieren die beiden nur noch per Zettel. Warum das erwähnenswert ist? 1966 konnte man eine Katze noch als Opfer hinstellen. Im Jahr 2026 muss der Roman umgeschrieben werden: In der neuen Version dürfte nur der Papagei ermordet werden. Die Ermittlungen würde Émiles Katze übernehmen, und man darf sicher sein, dass sie mit pfotengeschriebenen Kreuzverhörzetteln Émile als Täter überführen wird.

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