Katholizismus in China"Nun will ihr Vater, dass sie sterben"

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Joseph Zen, der ehemalige Bischof Hongkongs, wirft dem Vatikan vor, die Katholiken in China verraten zu haben. Er spricht von einem "Selbstmordpakt".

Interview von Kai Strittmatter

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Seit der Machtübernahme der KP 1949 hat der Vatikan in China offiziell nichts mehr zu sagen. Die KP gründete ihre eigene katholische Staatskirche, in der heute sechs Millionen Gläubige organisiert sind. Wahrscheinlich ebenso viele aber hielten unter großen Opfern dem Papst die Treue und gehören bis heute der Untergrundkirche an. Vor einer Woche nun erzielten der Vatikan und Peking erstmals eine Vereinbarung, die unter anderem die künftige Benennung von Bischöfen regeln soll. Der Vatikan nennt die Übereinkunft historisch. In Chinas Untergrundkirche hat sie viele schockiert. Kaum ein Kirchenmann außerhalb des Festlandes hat so gute Kontakte zur Untergrundkirche wie Kardinal Joseph Zen, der ehemalige Bischof Hongkongs. Der heute 86 Jahre alte Zen ist die Stimme der Kritiker der Vereinbarung, er nennt sie einen "Selbstmordpakt".

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