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Katholische Kirche:Woelki wirbt für Dialog

In der Debatte um eine Firmung in der von Missbrauchsfällen betroffenen Düsseldorfer Gemeinde Sankt Margareta spricht sich der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki für einen Dialog aus. "Auch wenn wir entgegengesetzte Positionen haben, so werbe ich dafür, dass wir zusammen im offenen Gespräch bleiben und den Weg gemeinsam gehen", sagte Woelki am Dienstag der Katholischen Nachrichten-Agentur. "Wir haben große Herausforderungen vor uns, die wir nur gemeinsam als Christen bewältigen können." Anfang Juni will der Erzbischof Jugendlichen in der Gemeinde das Sakrament der Firmung spenden. Gemeindemitglieder baten Woelki jedoch in einem offenen Brief "eindringlich", diesen Termin an einen Vertreter zu übertragen. Das Sakrament der Firmung könne nur jemand vollziehen, "der als Christ in seinem Amt und in seinem Handeln glaubwürdig ist. Sie sind das leider für uns nicht mehr", schreiben die 140 Unterzeichnenden. Hintergrund ist die öffentliche Aufarbeitung früherer Fälle sexuellen Missbrauchs durch Geistliche, um die im Erzbistum Köln seit mehr als einem Jahr gerungen wird. Dabei geht es auch darum, Verantwortliche zu benennen, die Täter geschützt und Verbrechen vertuscht haben.

© SZ vom 26.05.2021 / kna
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