Katholische KircheAls Missbrauchsopfer auf taube Ohren stießen

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Das Missbrauchsgutachten der Universität Trier legt den Fokus auf die Amtszeit von Kardinal Reinhard Marx (li.) und dem heutigen Trierer Bischof Stephan Ackermann.
Das Missbrauchsgutachten der Universität Trier legt den Fokus auf die Amtszeit von Kardinal Reinhard Marx (li.) und dem heutigen Trierer Bischof Stephan Ackermann. (Foto: Harald Tittel/dpa)

Bevor Reinhard Marx Erzbischof von München und Freising wurde, war er Bischof von Trier. Ein Missbrauchsgutachten über diese Zeit attestiert ihm nun „mangelnde Fürsorge für Betroffene“.

Von Annette Zoch, Trier

„Der größte Fehler von Reinhard Marx war die mangelnde Fürsorge für Betroffene“, sagt Lena Haase, Historikerin an der Uni Trier. „Betroffene waren nicht präsent.“ „Nicht annähernd“ sei die Bistumsleitung ihrer Verantwortung für Betroffene von sexuellem Missbrauch nachgekommen. An diesem Donnerstag haben Wissenschaftler der Universität Trier ein Missbrauchsgutachten vorgestellt, das den Fokus auf die Amtszeiten der Bischöfe Reinhard Marx und Stephan Ackermann legt. Marx, heute Erzbischof von München und Freising, war von 2002 bis 2008 Bischof von Trier.

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