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Bischof Heiner Wilmer im Gespräch:"Wir haben Gott zum Softie gemacht"

Pater Heiner Wilmer

"Wir müssen als Kirche die Kontrolle abgeben": Heiner Wilmer, 58, aufgewachsen auf einem Bauernhof im Emsland, ist seit September 2018 Bischof von Hildesheim.

(Foto: dpa)

Er will den Zölibat aufbrechen und auch Frauen in Verantwortung bringen: Der Hildesheimer Bischof Wilmer über den schwierigen Weg aus der Vertrauenskrise und den richtigen Umgang mit den Missbrauchsskandalen.

Der Bischof von Hildesheim ist neu in der Bischofskonferenz - gemeinsam mit den jüngeren Amtsbrüdern dringt Heiner Wilmer auf eine radikale Analyse, welche Folgen der Missbrauchsskandal nun für die katholische Kirche haben sollte. Aufgewachsen ist er auf einem Bauernhof im Emsland; nach dem Abitur trat Wilmer 1980 in den Orden der Herz-Jesu-Priester ein, der sich der Bildungs- und Sozialarbeit widmet. 2015 wählte ihn sein Orden zum Generaloberen mit Sitz in Rom. Als im März 2018 der Anruf kam, ob er Bischof von Hildesheim werden wolle, habe er erst an einen Irrtum geglaubt, erzählt er. Nachts um halb drei aber habe erneut das Handy geklingelt: Papst Franziskus war dran. Und es war klar: Der meint es ernst.

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