Katholische KircheDie finstere Seite der Lichtgestalt

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Franz Hengsbach legte eine beispiellose Karriere hin, 1988 ernannte Papst Johannes Paul II. den Essener Bischof zum Kardinal.
Franz Hengsbach legte eine beispiellose Karriere hin, 1988 ernannte Papst Johannes Paul II. den Essener Bischof zum Kardinal.
Fritz Fischer/picture alliance/dpa

Kardinal Hengsbach war einer der beliebtesten Bischöfe der Nachkriegszeit. Und ein mutmaßlicher Missbrauchstäter. Eine Studie kritisiert auch den amtierenden Bischof Overbeck.

Von Annette Zoch

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Er war zu seiner Zeit eine Art katholischer Superstar: Kardinal Franz Hengsbach war nicht nur 1958 der erste Bischof des neu gegründeten Ruhrbistums Essen. Er war wegen seiner volksnahen Art auch allseits beliebt. Hengsbach besuchte Zechen und Betriebe im Pott, die Bergleute nannten ihn liebevoll „unser Kumpel Franz“, er trug ein Stück Ruhrkohle im Bischofsring. Hengsbach setzte sich auch ein für die deutsch-polnische Aussöhnung und legte eine der bemerkenswertesten Bischofskarrieren in der deutschen katholischen Kirche der Nachkriegszeit hin: Er nahm am Zweiten Vatikanischen Konzil teil, wurde Militärbischof, Chef des Hilfswerks Adveniat, später wurde er in den Kardinalsstand erhoben. Kurzum: Hengsbach galt als Lichtgestalt.

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