Kurz vor Ostern hat die kommunistische Regierung Kubas eigenen Angaben nach mehr als 2000 Gefangene begnadigt. Es handele sich um eine humanitäre Geste während der Karwoche. Unter den Begnadigten seien junge Menschen sowie Über-60-Jährige, Frauen und Ausländer. Nicht entlassen werden sollen demnach unter anderem Sexualstraftäter oder Mörder. Unklar war, ob politische Gefangene unter den Begnadigten waren. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund massiver Spannungen mit den USA. Der kommunistische Inselstaat steckt in einer schweren Wirtschaftskrise, die seit drei Monaten durch ein US-Ölembargo dramatisch verschärft wird. Washington fordert unter anderem immer wieder die Freilassung von Häftlingen und hatte zuletzt den Druck auf Kuba erhöht, wirtschaftlichen und politischen Veränderungen zuzustimmen.