Internationale JustizViel Schweigen in Den Haag

Lesezeit: 4 Min.

Sein Fall könnte die Glaubwürdigkeit der internationalen Strafjustiz beschädigen: Wegen der Vorwürfe gegen ihn lässt IStGH-Chefankläger Karim Khan sein Amt ruhen.
Sein Fall könnte die Glaubwürdigkeit der internationalen Strafjustiz beschädigen: Wegen der Vorwürfe gegen ihn lässt IStGH-Chefankläger Karim Khan sein Amt ruhen. DIMITAR DILKOFF/AFP

Mitten in den Gaza- und Putin-Ermittlungen ist der Internationale Strafgerichtshof gelähmt, weil Chefankläger Karim Khan wegen Vorwürfen sexueller Übergriffe sein Amt ruhen lassen muss. Jetzt hat sich ein zweites mutmaßliches Opfer gemeldet.

Von Ronen Steinke, Berlin

SZ bei Google bevorzugen

Ohne diesen Mann geht fast nichts am Internationalen Strafgerichtshof, dem IStGH. Er ist der Chefankläger, er allein trifft die Entscheidung, gegen welche Staatschefs und Minister weltweit er Ermittlungen eröffnet, völlig unabhängig. Niemand darf ihm da hineinreden, solange seine neunjährige Amtszeit währt. Die Richterinnen und Richter in Den Haag, die immer nur kollegial als Gruppe entscheiden, können höchstens mal hinterher korrigierend eingreifen. Das ist seine Macht – und der Brite Karim Khan, 55 Jahre alt, Sohn eines Pakistaners, hat dieses Amt seit 2021 mit großem Ehrgeiz ausgefüllt, mit seiner charakteristischen Kombination aus elitär und brachial.

Zur SZ-Startseite

Völkerrecht
:Diese Richterin hält zu Israel – und glaubt an das nahende Ende der Welt

Aufruhr um Julia Sebutinde: Als einziges Mitglied des Internationalen Gerichtshofs hält  sie öffentlich zum jüdischen Staat.

SZ PlusVon Bernd Dörries

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: