Gipfel in BelémDer Kanzler, das Klima und Spurenelemente von Alarm

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„Klimaschutz ohne Ideologie“: Bundeskanzler Friedrich Merz, hier bei seiner Ankunft am Freitag im brasilianischen Belém, steht für klimapolitischen Pragmatismus.
„Klimaschutz ohne Ideologie“: Bundeskanzler Friedrich Merz, hier bei seiner Ankunft am Freitag im brasilianischen Belém, steht für klimapolitischen Pragmatismus. (Foto: Kay Nietfeld/DPA)

Friedrich Merz bleibt sich treu. Vor der COP30 in Brasilien hält er ein Referat über Wettbewerb und Technologie. Eine Rede wie im Bundestag – mit Ausnahme eines Versprechens.

Von Daniel Brössler, Belem

Draußen ist es heiß, drinnen röhrt die Klimaanlage. Noch wird gehämmert und geschraubt; es riecht nach frischen Spanholzplatten. Wüsste es Friedrich Merz nicht besser, als er den riesigen Konferenzkomplex im brasilianischen Belém betritt, er müsste annehmen, dass er zu früh ist. In einem endlosen Gang wird noch an Ständen gewerkelt. Am Montag soll alles fertig sein, dann ist der Kanzler allerdings längst wieder zu Hause. Es ist eine eigenwillige Veranstaltung, gedacht als Bühne für die Bekenntnisse und wohl auch Lippenbekenntnisse von etwa 60 Staats- und Regierungschefs vor Beginn der eigentlichen Klimakonferenz. Gut zehn Stunden ist Friedrich Merz dafür über den Atlantik an die Amazonasmündung geflogen.

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