Draußen ist es heiß, drinnen röhrt die Klimaanlage. Noch wird gehämmert und geschraubt; es riecht nach frischen Spanholzplatten. Wüsste es Friedrich Merz nicht besser, als er den riesigen Konferenzkomplex im brasilianischen Belém betritt, er müsste annehmen, dass er zu früh ist. In einem endlosen Gang wird noch an Ständen gewerkelt. Am Montag soll alles fertig sein, dann ist der Kanzler allerdings längst wieder zu Hause. Es ist eine eigenwillige Veranstaltung, gedacht als Bühne für die Bekenntnisse und wohl auch Lippenbekenntnisse von etwa 60 Staats- und Regierungschefs vor Beginn der eigentlichen Klimakonferenz. Gut zehn Stunden ist Friedrich Merz dafür über den Atlantik an die Amazonasmündung geflogen.
Gipfel in BelémDer Kanzler, das Klima und Spurenelemente von Alarm
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Friedrich Merz bleibt sich treu. Vor der COP30 in Brasilien hält er ein Referat über Wettbewerb und Technologie. Eine Rede wie im Bundestag – mit Ausnahme eines Versprechens.
Von Daniel Brössler, Belem
