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Kampf ums Weiße Haus:Hillary Clinton: Trump verbreitet nur Lügen

Hillary Clinton

Zeigt sich unbeeindruckt von Donald Trumps Anschuldigungen: Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton.

(Foto: AP)
  • In einer Rede in North Carolina weist Hillary Clinton die Anschuldigungen von Donald Trump zurück, sie sei "korrupt" und "unfähig".
  • Die Demokratin wirft dem wahrscheinlichen Präsidentschaftsbewerber der Republikaner vor, "Verschwörungstheorien" und "haarsträubende Lügen" zu verbreiten.
  • In einem TV-Interview erklärt Clintons parteiinterner Rivale Bernie Sanders, er werde beim Parteitag "wohl nicht zum Kandidaten für das Weiße Haus nominiert" werden.

Die Worte von Donald Trump sind deutlich wie immer. Hillary Clinton sei eine "Weltklasse-Lügnerin" und "die wohl korrupteste Kandidatin aller Zeiten", ruft Trump in seiner 41 Minuten langen Rede, die wohl auch von seinen vielen Wahlkampf-Problemen ablenken soll. Der Vormarsch des "Islamischen Staats", die fehlenden Industriejobs in Amerika, stagnierende Löhne - für fast alles macht der Republikaner-Kandidat Trump bei seinem Auftritt in New York seine demokratische Rivalin verantwortlich.

Drei Stunden später tritt Hillary Clinton in North Carolina ans Mikrofon und lächelt Trumps Attacken einfach weg. "Er greift mich persönlich an, weil seine Ideen keine Substanz haben", sagt die 68-Jährige. Trump hasse es, bloßgestellt zu werden - nur deswegen zweifle er ihre Religiosität an und verbreite "Verschwörungstheorien" und "haarsträubende Lügen", so Clinton.

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Natürlich gehe es bei der Clinton Foundation völlig transparent zu ( Details hier): Die Familienstiftung unterstütze arme Menschen im Kampf gegen Aids. Der US-Wirtschaft gehe es noch längst nicht gut genug, um sie dem Milliardär anzuvertrauen, sagt Clinton. "Wir können nicht zulassen, dass er Amerika genau wie seine Casinos in den Ruin treibt", ruft sie.

Der Konter kommt am Ende ihrer 50 Minuten langen Rede. Clinton will sich von ihrem Gegner nicht auf das Niveau eines Schulhof-Streits ziehen lassen (online kontert ihr Wahlkampfteam mit "die 15 größten Lügen in Trumps Rede"). Genau wie der Republikaner, der weiter poltert, bleibt sich die ehemalige Außenministerin treu und erklärt in Raleigh, wie sie das Wirtschaftswachstum steigern will. Dazu brauche es keine "tollen Slogans", sondern erfahrene Politiker (also sie selbst) und detaillierte Pläne (die hat sie).