Europäische Union:Estlands Frontfrau ist auf dem Sprung nach Brüssel

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„Große Ehre“: Estlands Premierministerin Kaja Kallas (rechts, hier mit Kommissionschefin Ursula von der Leyen) ist in Brüssel bestens vernetzt. (Foto: Kay Nietfeld/dpa)

Die estnische Premierministerin Kaja Kallas gilt als Favoritin für das Amt der EU-Außenbeauftragten. Sie wirbt für Härte gegen Russland. Zu Hause aber hat die Liberale enorm an Unterstützung verloren.

Von Matthias Kolb

Eine gute Politikerin weiß, wann sie schweigen muss. Eigentlich nutzt die estnische Premierministerin Kaja Kallas vor allen EU-Gipfeln der Staats- und Regierungschefs die Chance, in die Fernsehkameras und Aufnahmegeräte zu sprechen, um ihre Position deutlich zu machen. Schnörkellos und in geschliffenem Englisch fordert sie meist ein härteres Vorgehen gegen Wladimir Putins Russland und mehr Waffen für die angegriffene Ukraine. Doch am Montagnachmittag wählt die 48-Jährige einen anderen Weg: von der Limousine aus direkt in die Sitzungssäle des Brüsseler Europa-Gebäudes, wo es auch um ihre Zukunft geht.

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