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Kämpfe trotz UN-Resolution:Sudans Armee drängt südsudanesische Truppen zurück

Der Sudan hat südsudanesische Truppen sowie mit ihnen verbündete Rebellen aus mehreren Grenzregionen zurückgedrängt.

Der Sudan hat nach eigenen Angaben südsudanesische Truppen sowie mit ihnen verbündete Rebellen aus mehreren Grenzregionen zurückgedrängt. Die Armee habe am Montag nach schweren Gefechten die Region Kafindibei unter ihre Kontrolle gebracht und am Mittwoch auch die Region Kafia Kingi erobert, sagte der Armeesprecher Sawarmi Chaled Saad. Beide Regionen liegen im sudanesischen Bundesstaat Süddarfur nahe der Grenze zum Süden. Südsudans Armee bestätigte die Eroberung von Kafindibei.

Zuvor hatte der südsudanesische Armeesprecher Kella Kueth mitgeteilt, die sudanesische Luftwaffe habe erneut Ziele im Südsudan bombardiert. Kampfflugzeuge und Transportmaschinen hätten am Montag und Dienstag wahllos zivile Wohngebiete in mehreren grenznahen Bundesstaaten bombardiert. Ein Bombardement wäre ein Verstoß gegen eine UN-Resolution, die beide Staaten im Grenzkonflikt zur Beendigung der Gewalt verpflichtet.

Seit der Abspaltung des Südsudans von Khartum im Juli 2011 bestehen mehrere ungeklärte Grenzstreitigkeiten zwischen den Nachbarn. Ende März war der Konflikt eskaliert, als der Süden das Ölfeld Heglig besetzte und der Norden Ziele im Süden bombardierte. Erst unter internationalem Druck zog sich der Südsudan nach zehn Tagen von dem zwischen beiden Staaten umstrittenen Ölfeld zurück.

© Süddeutsche.de/AFP/mike
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