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Kämpfe in Tigray:Äthiopien stellt Rebellen Ultimatum

Im Konflikt um die äthiopische Region Tigray hat die Regierung der dortigen Rebellengruppe und Regierungspartei, der Volksbefreiungsfront TPLF, eine 72-Stunden-Frist zur Kapitulation gesetzt. Das Büro des Regierungschefs Abiy Ahmed erklärte am Sonntag, die Streitkräfte rückten nun auf die Regionalhauptstadt Mekelle vor, damit beginne die "finale Phase" der Offensive. Erst tags zuvor hatte die Armee die zweitgrößte Stadt der Region, Adigrat, unter Kontrolle gebracht.

Äthiopiens Regierung hatte nach Monaten der Spannungen zwischen Addis Abeba und der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) jüngst eine Offensive begonnen. Dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR zufolge trieb der Konflikt bereits etwa 33 000 Menschen zur Flucht in das Nachbarland Sudan. Die Zahl könnte demnach noch auf rund 200 000 steigen.

© SZ vom 23.11.2020 / dpa
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