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Kämpfe in Syrien:Was ist echt, was gestellt?

Doch was ist echt und was gestellt? Das lässt sich kaum überprüfen. Die Lage vor Ort ist unübersichtlich. Podubnowo und das russische Staatsfernsehen können so die Berichterstattung selbst beliebig lenken.

Auch das Video aus Jobar lässt sich nicht unabhängig überprüfen. Eliot Higgins von der investigativen Journalisten-Plattform Bellingcat, glaubt, dass die Aufnahmen aus Jobar stammen. Auch der Telegraph berichtet darüber.

Doch was zeigen die Bilder. Tatsächliche Kämpfe? Den Krieg?

Der Sicherheits- und Militärexperte Marcel Dickow von der Stiftung Wissenschaft und Politik glaubt nach Ansicht der Bilder nicht, dass es sich dabei um Aufnahmen handelt, die von einer militärischen Drohne gemacht wurden. "Man erkennt, dass es sich um einen Quadrocopter handelt", erklärt Dickow. "Und zwar daran, dass die Drohne immer wieder in der Luft zu stehen scheint, außerdem werden die Bilder immer wieder von Rotoren abgeschattet." Eine solche Drohne könne jedermann erwerben, sagt Dickow. Der, der sie lenkt, müsse sich im Umfeld von ein oder zwei Kilometern befinden.

Das ist Propaganda

All das spricht laut Dickow dafür, dass zumindest in diesem Video keine wirklichen Kampfhandlungen gezeigt werden, also keine echte Offensive, sondern eine Übung. "Show of Force", nennt Dickow das. Das Protzen mit der eigenen Stärke. Indiz dafür sei auch die "krasse Bearbeitung" der Bilder. "Das sind keine dokumentarischen Bilder, das ist Propaganda", sagt Dickow.

Endgültig klären lässt sich nicht, ob die Bilder Kampfhandlungen zeigen oder nicht. Der Journalist Podubnowo ist jedenfalls dafür bekannt, den Krieg als Action-Spektakel zu inszenieren, ständig zischt es oder knallt es neben ihm. Die Qualität seiner Bilder ist ausgezeichnet, es gibt keine verwackelten oder verpixelten Aufnahmen. Die Videos sind hinterlegt mit heroischer Chor-Musik, schweren Bässen. Gleichzeitig steht auch die Kameradschaft zwischen Russen und Syrern im Mittelpunkt: Podubnowo posiert mit Assads Soldaten. Mit einem von ihnen stimmt er sogar ein russisches Liebeslied an.

Auch andere russische Journalisten berichten aus Syrien. Semjon Pegov befindet sich ebenfalls im Tross der syrischen Armee. In seinem jüngsten Bericht lässt er sich von syrischen Soldaten die Schlagkraft der russischen Kampflugzeuge bestätigen: "Die Flugzeuge haben erfolgreich die von uns benannten Ziele zerstört", sagt ein Offizier in die Kamera. Zum Glück kämpfe man jetzt zusammen.

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