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Kabinett - Schwerin:Corona-Regeln in MV ändern sich von Samstag an teilweise

Corona
Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, spricht. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa (Foto: dpa)

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Schwerin (dpa/mv) - Durch das beschlossene Bundesinfektionsschutzgesetz müssen sich die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern auf einige Änderungen bei den Corona-Maßnahmen einstellen. Von Samstag an müssten dadurch - mit Ausnahme der Hansestadt Rostock - landesweit alle Baumärkte grundsätzlich schließen, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Donnerstag in Schwerin. In Regionen mit 7-Tage-Inzidenzwerten zwischen 100 und 150 sei noch Einkaufen nach vorheriger Terminvereinbarung sowie mit einem maximal 24 Stunden alten negativen Corona-Test möglich. Beim Landes-Corona-Gipfel in der vergangenen Woche hatte sich die Landesregierung noch entschieden, dass die Baumärkte generell offen bleiben sollen.

Zudem verändern sich die bereits in einigen Regionen verhängten Ausgangsbeschränkungen. Diese beginnen mit dem Bundesinfektionsschutzgesetz von Samstag an um 22.00 Uhr, zuletzt war dies eine Stunde früher. Ebenfalls ist dann eine Maske auf FFP2-Niveau im Öffentlichen Nahverkehr sowie beim Friseur Pflicht.

Zoos, Tierparks und botanische Gärten dürfen ihre Außenbereiche weiterhin für Besucher öffnen, in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 100 ist hier jedoch ein negativer Corona-Test notwendig. Diese Regelung gab es bislang ebenfalls nicht im Nordosten.

Schwesig bekräftigte, dass die landesweite 7-Tage-Inzidenz in einem ersten Schritt wieder unter 100 sinken müsse. Am Donnerstag lag dieser Wert bei 141,2. Die Regierungschefin bekräftigte ihre Kritik an dem beschlossenen Gesetz. Sie sei damit "sehr unzufrieden", es falle "weit hinter den Regeln Mecklenburg-Vorpommerns zurück". Das Gesetz ist nach ihrer Auffassung an einigen Stellen übertrieben, wie etwa bei der Test-Pflicht für einen Zoobesuch.

Die seit Anfang dieser Woche geschlossenen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern werden erst wieder geöffnet, wenn die 7-Tage-Inzidenz im Land eine Woche lang unter dem Wert von 100 liegt. "Dann öffnen die Schulen mit einem Stufenplan wieder für den Präsenzunterricht", twitterte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD). An diesem Freitag beginnen die Abiturprüfungen im Bundesland.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern blieb unterdessen weiterhin auf hohem Niveau. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte, wurden am Donnerstag 492 neue Infektionen gemeldet. Das waren 159 mehr als am Donnerstag vor einer Woche. Sechs weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion, womit die Zahl der Todesfälle im Land auf 956 stieg. Die Inzidenz nahm im Vergleich zum Vortag um 3,4 auf nunmehr 141,2 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche zu. Vor einer Woche lag dieser Wert den Angaben zufolge landesweit bei 149,0.

© dpa-infocom, dpa:210422-99-315663/3

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