Ministerialdirigentin für Digitalisierung Ex-Bamf-Chefin Cordt wechselt ins Innenministerium

  • Wegen der Bremer Bamf-Affäre verlor Behördenleiterin Jutta Cordt vor drei Monaten ihren Job.
  • Nun soll sie einem Bild-Bericht zufolge Ministerialdirigentin werden, zuständig für Digitalisierung.
  • Anders als der scheidende Verfassungsschutzchef Maaßen soll sie aber weniger Gehalt bekommen.

Die ehemalige Chefin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Jutta Cordt, soll einem Medienbericht zufolge ins Innenministerium wechseln. Das berichtet die Bild-Zeitung. Vor drei Monaten hatte Innenminister Horst Seehofer (CSU) sie nach Skandalen in der Behörde von ihren Aufgaben entbunden.

Anders als Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen, der nach seinem Wechsel als Sonderberater im Ministerium seine Bezüge in Höhe von 11 577,13 Euro behält, fällt Cordt dem Bericht zufolge von der B9-Besoldung um drei Stufen auf die B6-Besoldung für Unterabteilungsleiter in Ministerien (1700 Euro weniger).

"Aufgaben im Bereich Digitalisierung"

Ein Ministeriumssprecher sagte dem Blatt: "Es ist beabsichtigt, dass Frau Cordt in das BMI wechselt und im Rang einer Ministerialdirigentin Aufgaben im Bereich der Digitalisierung wahrnimmt."

Seehofer hatte Cordt im Juni auf dem Höhepunkt der Krise um das überlastete Bundesamt entlassen. Dabei spielte auch die Affäre um die Außenstelle in Bremen eine Rolle, wo in zahlreichen Fällen zu Unrecht Asyl gewährt worden sein soll. Zum neuen Chef der obersten Flüchtlingsbehörde machte Seehofer den Asylexperten aus dem bayerischen Innenministerium, Hans-Eckhard Sommer.

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