Jubiläum: Karl MarxWie viel Marx steckt in Deutschland?

Viele der einst zahlreichen Büsten in Ostdeutschland sind nicht mehr übrig, und doch prunkt hier und da ein Monument aus anderen Tagen: Karl Marx war Säulenheiliger des kommunistischen Systems der DDR. Am 14. März 1883, also vor genau 125 Jahren, ist der Journalist und Philosoph in London im Alter von 64 Jahren gestorben. Hauptwerk des gebürtigen Trierers ist "Das Kapital". Wie viel Marx steckt noch im heutigen Deutschland? Eine Spurensuche.

Trier I: Glanz und Elend

Immer schön polieren, immer schön auf Glanz bringen: Der vor 125 Jahren verstorbene Karl Marx gehört zu den bedeutenden Denkern der Nation. Seine Stärke war die Analyse des kapitalistischen Systems. Angesichts aktueller Diskussionen sieht Professorin Beatrix Bouvier, die Chefin des Studienzentrums Karl-Marx-Haus in Trier, wieder eine Hinwendung zu dem Philosophen: "Wir sehen Ungerechtigkeiten und schon kommt Marx wie ein Stehaufmännchen immer wieder hoch." Jenen Marxismus aber, der in osteuropäischen Ländern Staatsdoktrin wurde, den will keiner mehr zurück.

Foto: dpa, Texte: Sarah Ehrmann, Daniel Steinmaier, Thorsten Denkler, Johannes Aumüller, Hans-Jürgen Jakobs

13. März 2008, 11:152008-03-13 11:15:00 ©