Aktivist Joshua Wong:"Ich habe Erfahrung an der Front"

Lesezeit: 4 min

Joshua Wong

Anführer, Sprachrohr, Wortführer? Joshua Wong steht für die Demonstranten in Hongkong.

(Foto: AP)

Friedlicher Protest allein reiche in Hongkong nicht aus, sagt Aktivist Joshua Wong - und rechtfertigt die Gewalt der Demonstranten.

Interview von Lea Deuber

Joshua Wong gilt als das Gesicht des Konflikts in Hongkong. Er war erst 14 Jahre alt, als er 2011 erstmals gegen die Regierung aufbegehrte - mit Flugblättern gegen "Gehirnwäsche" im Schulunterricht. Ein Jahr später folgten an die 120 000 Menschen seinem Aufruf, auf die Straße zu gehen. 2014 gehörte er zu den führenden Köpfen, als die "Regenschirmbewegung" die Hongkonger Innenstadt besetzte. Wegen seines Engagements saß Wong, inzwischen 23 Jahre alt, dreimal im Gefängnis - zuletzt vor mehr als fünf Monaten, als die Proteste wieder aufflammten. Während ausländische Politiker Wong als Wortführer der Demonstranten empfangen, ist seine Rolle in Hongkong selbst nicht unumstritten.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
SZ-Magazin
Frauen
»Ich finde die Klischees über Feministinnen zum Kotzen«
Geheimdienste im Ukraine-Krieg
An der unsichtbaren Front
Medizin
Wie die Art der Geburt den Immunschutz prägt
Wolf Biermann
"Das sind Dummheiten aus Klugscheißer-Motiven"
Psychologie
Wie sehr prägen uns unsere Geschwister?
Zur SZ-Startseite