Joschka Fischer hat ein vielversprechendes Buch geschrieben. „Wer sind wir?“, lautet sein Titel. Der frühere deutsche Außenminister und Grünen-Politiker hat sich „Deutschland auf der Suche nach seiner Identität“ vorgenommen. Die Frage, was es heiße, ein Deutscher oder eine Deutsche zu sein, sei „immer noch schwerer zu beantworten als in den meisten anderen größeren und kleineren europäischen Nationen“, bekennt er im ersten Kapitel. Wer dann auf nur knapp 160 Seiten als Deutscher eine Art Wegweiser zu sich selbst erwartet, dürfte enttäuscht werden.
Joschka Fischers neues BuchEine Verneigung vor Konrad Adenauer
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Joschka Fischer hat sich auf die Suche nach der deutschen Identität begeben. Gefunden hat er – etwas überraschend – eine Republik, die sich auf das Erbe des ersten Kanzlers besinnen sollte.
Rezension von Daniel Brössler
