US-Wahlkampf:Mann ohne Wirkung

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Fehlt ihm der „rizz“, die Anziehungskraft gerade bei jungen Leuten? Joe Biden hat bei Neuwählern offenbar an Attraktivität verloren. (Foto: Andrew Harnick/Getty Images via AFP)

Bei den Demokraten wächst die Nervosität. In den Umfragen tut sich nichts Entscheidendes für ihren Kandidaten, Donald Trump liegt weiterhin knapp vorn. Vor allem bei einer wichtigen Wählergruppe fällt Joe Biden zurück.

Von Fabian Fellmann, Washington

Zu Hunderten fluten in diesen ersten heißen Sommertagen Teenager aus ganz Amerika die Souvenirshops der Hauptstadt. Es ist die Zeit der Ausflüge zum Washington Monument, zum Kapitol – und natürlich zum Weißen Haus, um das gerade zwei Herren buhlen, die am anderen Ende des Altersspektrums anzusiedeln sind: Donald Trump, 78 Jahre alt, und Joe Biden, 81. Für einen der beiden lässt das Shoppingverhalten der Kids nichts Gutes erahnen. Baseball-Mützen mit angeklebten orangen Haaren und T-Shirts mit dem Polizeifoto von Trump gehören zu den beliebtesten Mitbringseln aus der Hauptstadt, wie Verkäufer der Washington Post erzählten. Bei jeder Sehenswürdigkeit lässt sich die nicht besonders repräsentative Erhebung untermauern. „Trump 2024“ und „Take America Back“ ist bei sämtlichen Souvenirständen von Weitem zu sehen, die Mützen und T-Shirts des Republikaners hängen an den prominentesten Stellen. Joe-Biden-Käppis hingegen gibt es kaum einmal, selbst im linken Washington.

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