Die Seite Drei:Die Kunst der Abwehr

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Jérôme Boateng muss sich vor einem Münchner Gericht verantworten, im Netz teilen einige ihr Urteil mit Hashtags wie „#boycottboateng“ mit. (Foto: Peter Schatz/Imago)

Jérôme Boateng hat es geschafft, als Nationalspieler, Integrationsfigur, Top-Verdiener. Dann werfen ihm zwei Frauen vor, dass er ihnen Gewalt angetan habe. Jetzt steht er vor Gericht, und die Frage ist: Wer ist Täter, wer Opfer?

Von Patrick Bauer, Lena Kampf, Jörg Schmitt, Jana Stegemann

Auf dem Höhepunkt seiner Karriere wurde Jérôme Boateng einmal gefragt, welche Frauen in seinem Leben wichtig seien. Er war gerade zum Fußballer des Jahres gewählt worden. November 2016. Schon da sprach er lieber über die Brillen, die unter seinem Namen verkauft werden, als über Privates. Aber er nannte drei Frauen: seine Oma, seine Mutter Martina – und Sherin S., die Mutter seiner Zwillingstöchter. Sie, sagte Boateng, spiele für ihn eine große Rolle, sie sei ein Vorbild für die gemeinsamen Kinder. Vor dieser Frau habe er sehr viel Respekt.

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