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Jemen:Erster Hoffnungsschimmer

Seit 2016 kennen sie nur Krieg: Obdachlose Kinder im Jemen, wo eine Hungersnot droht.

(Foto: Nariman El-Mofty/AP)

In Schweden wird über Frieden für das Land verhandelt, das seit 2016 von einem Krieg verheert wird - ein weiter Weg. Zuerst geht es nur um Vertrauen.

In Schweden haben am Donnerstag die ersten Friedensgespräche seit 2016 für das vom Krieg verheerte Jemen begonnen. Schon allein, dass die Verhandlungen zwischen der international anerkannten Regierung von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den Huthi-Rebellen zustande gekommen sind, gilt westlichen Diplomaten als Erfolg. Der UN-Sondergesandte Martin Griffiths war eigens nach Sanaa gereist, um die Huthi-Delegation an Bord eines von Kuwait gestellten Flugzeugs am Dienstag nach Stockholm zu begleiten - die Huthis fürchteten, die von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten geführte Militärkoalition könne die Maschine sonst abfangen und zur Landung zwingen; die Koalition kontrolliert den Luftraum über Jemen. Im September noch war ein erster Anlauf Griffiths' für Gespräche gescheitert, weil die Huthis nicht nach Genf gereist waren.

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