Jeffrey Epstein:Der radioaktive Mann

Patrick McMullan Archives

Der Multimillionär und seine Gehilfin: Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell 2005 in New York.

(Foto: Patrick McMullan / Getty Image)

Viele Politiker, Wissenschaftler und Stars fürchten heute, mit dem Vergewaltiger Jeffrey Epstein in Verbindung gebracht zu werden. Über die Verbrechen eines Mächtigen und seinen Untergang als Parabel auf die Verdorbenheit der Eliten.

Von Andrian Kreye und Christian Zaschke, New York

Seine Wunderwaffe war sein Charme. Nur wenige hatten diese Macht so gut verstanden wie der New Yorker Investor, Wissenschaftsmäzen und Massenvergewaltiger Jeffrey Epstein. Er konnte sein Arsenal so zielgerichtet einsetzen, dass selbst Menschen, die glaubten, ihn gut gekannt zu haben, nachhaltig erschüttert sind, seit Jeffrey Epsteins Aufstieg aus kleinbürgerlichen Verhältnissen in die amerikanische Elite am 10. August mit seinem Suizid im ratten- und schimmelverseuchten Untersuchungsgefängnis von Manhattan endete. Der 66-Jährige hatte dort eingesessen, weil gegen ihn wegen Menschenhandels und Vergewaltigung von mehr als 80 meist minderjährigen Mädchen ermittelt und auch schon Anklage erhoben wurde.

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